Radio NÖ Apotheken-Tipps

In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 18. Juli 2018 sprach Mag. pharm. Dieter Kröner aus Pernitz über Hyaluronsäure 

Hyaluronsäure liegt in vielerlei Geweben als langkettiges Polysaccharid vor und hat viele Funktionen im Körper, bedingt durch die besonderen chemischen Eigenschaften, etwa der Eigenschaft, sehr viel Wasser zu binden (bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm!). Der Glaskörper des menschlichen Auges z. B. besteht zu 98 Prozent aus Wasser, das an nur zwei Prozent Hyaluronsäure gebunden ist.

Druckbeständigkeit: Hat eine ganz besondere Bedeutung für den Menschen! Denn z.B. der Gallertkern der Bandscheiben besteht zu einem Großteil aus Hyaluronsäure und deshalb ist es überhaupt möglich, große Teile des Körpergewichts zu tragen, ohne, dass dabei Flüssigkeit austritt.

Die Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenksbewegungen. Sie ist zwar flüssig, aber durch ihre Gestalt viskos genug, dass sie nicht wie Wasser aus dem Gelenk herausgepresst wird. Zudem haftet sie durch chemische Wechselwirkungen und die äußere Form besonders gut am Knorpel des Gelenks.

Mit zunehmendem Alter sowie bei besonderer Belastung ist bei Gelenken ein Verschleiß zu erkennen. Bei Gelenksbeschwerden kann Hyaluronsäure eingenommen oder in arthrosegeschädigte Gelenke gespritzt werden. Dadurch wird das Gelenk geschmiert und kann weiter als Stoßdämpfer wirken. Eine Verwendung von Hyaluronsäure in Hydrogelen zur Wundversorgung ist auch möglich, um die Wunde für eine bessere Heilung feucht zu halten. Einige Nasensprays enthalten Hyaluronsäure, um der Austrocknung der Nasenschleimhäute entgegenzuwirken. Besonders gut wirkt Hyaluronsäure in Halstabletten zum Schutz der Mund- und Rachenschleimhaut bei kratzendem Hals, Stimmverlust oder auch Halschmerzen. In Augentropfen zur Behandlung des „trockenen Auges“ ist die Verwendung von Hyaluronsäure mittlerweile Goldstandard. Hyaluronsäure sorgt für einen stabilen und langanhaltenden Tränenfilm ohne Beeinträchtigung des Sehens. Sie ist in unterschiedlichen Dosierungen am Markt, je nach Beschwerdebild, auch in Kombination mit anderen Feuchthaltefaktoren oder Mineralstoffen. Sie kann das Auge auch bei längerem Tragen harter oder weicher Linsen vor dem Austrocknen bewahren. Hyaluronsäure wird immer öfters in Kosmetika eingesetzt. Da sie in normaler Größe jedoch nur wenig von der Haut aufgenommen wird, können Fragmente von Hyaluronsäure eingesetzt werden (zerkleinerte Bruchstücke), wodurch diese leichter in die Haut eindringen können.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 11. Juli 2018 sprach Mag. pharm. Gilbert Zinsler aus Horn über Vitamin K

Was passiert bei einem Mangel an Vitamin K? 

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K ist sowohl für die Blutgerinnung als auch für starke, gesunde Knochen notwendig. Fehlt Vitamin K, wirkt sich das auf das Gerinnungssystem aus. Vitamin K (der Name leitet sich von Koagulation ab) spielt eine zentrale Rolle bei der Gerinnung des Blutes. Es ist an der Produktion von mehreren Blutproteinen beteiligt, von denen einige die Blutgerinnung fördern, während andere den Gerinnungsprozess verlangsamen. Ab einer bestimmten, niedrigen Konzentration von Vitamin K kann es daher spontan zu Blutungen kommen, oder ein unverhältnismäßig starker Blutverlust bei Verletzungen ist möglich. Dies alles ist bei normaler Ernährung relativ selten.

Was sind gute Vitamin-K-Lieferanten?

Es gibt zwei natürlich vorkommende Formen von Vitamin K, nämlich Vitamin K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon). Eine gute Vitamin K1-Quelle ist grünes Blattgemüse, wie Spinat, Salat und Kohl, oder auch Hülsenfrüchte. Vitamin K2 hingegen kommt in tierischen Produkten wie Milch und Eiern vor und kann von Mikroorganismen im Darm gebildet werden. Bakterien im Darm sind in der Lage, Vitamin K1 in Vitamin K2 umzuwandeln. Welche Rolle die Eigenproduktion an Vitamin K hat, ist bis heute nicht sicher geklärt. Die Vitamin-K-synthetisierenden Bakterien kommen in einem Abschnitt des Darms vor, in dem normalerweise eher weniger fettlösliche Vitamine in den Körper aufgenommen werden. Man geht daher davon aus, dass dieses selbst gebildete Vitamin K für die Versorgung kaum eine Rolle spielt. Neugeborene decken ihren Bedarf mit Hilfe von Muttermilch. Dies genügt aber nicht, um die Speicher ausreichend aufzufüllen, weshalb in Babys nach der Geburt durch den Kinderarzt zusätzlich Vitamin K erhalten.

Vitamin K gegen Osteoporose? 

Drei Mikronährstoffen sind besonders wichtig bei der Osteoporose: Kalzium, Vitamin D und Vitamin K. Kalzium ist bekannt als wichtige Substanz für den Knochenaufbau und kann mit Milchprodukten gut mit der Nahrung aufgenommen werden. Vitamin D3 erlebt eine besondere Aufmerksamkeit seit einiger Zeit.  An Vitamin K2 denken aber noch immer weniger Personen: Besonders aber die Bedeutung von Vitamin K2 für den Knochenstoffwechsel ist in den vergangenen Jahren auf reges wissenschaftliches Interesse gestoßen, und dies hat interessante Ergebnisse gebracht. Es wurden mehrere von diesem Vitamin abhängige Proteine im Knochengewebe identifiziert. Dazu zählen Osteocalcin, das Matrix-Gla-Protein und Knochenprotein S. Diese sind an der Mineralisation und Regulation des Knochengewebes beteiligt. Vitamin K erhöht auch das Kalziumbindungsvermögen der Knochen. Zur Osteoporosevorbeugung ist daher nicht nur Kalzium und Vitamin D empfehlenswert, sondern auch Vitamin K: Am einfachsten als Kombinationspräparat 

Vitamin K schützt das Herz?

Vitamin K ist auch für die Prävention und die Rückbildung von Arterienverkalkungen von Bedeutung. Es gibt wissenschaftliche Studien, die zeigen konnten, dass eine Vitamin-K2-reiche Ernährung die Bildung tödlicher Plaques, also „Verkalkungen, bzw. Verstopfungen“ von Blutgefäßen deutlich verringert. Mikroskopisch kleine Risse an den Innenwänden unserer Arterien können durch zu hohen Blutdruck entstehen. s eine Folge schlechter Ernährung und des ansteigenden Blutdrucks entstehen mikroskopisch kleine Risse an den Innenwänden unserer Arterien. Unser Körper versucht natürlich diesen Schaden mittels Cholesterin zu beheben eine bestimmte Form von Cholesterin - das LDL-Cholesterin - welches Calcium und andere Stoffe aus dem Blut anzieht und damit die Risse der Gefäße stopft. Dies kann zu einem tödlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Wieviel Vitamin K benötigt man?

Der Bedarf an Vitamin K beträgt laut Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für Männer im Alter von 19 bis 51 Jahren 70 µg, für Frauen dieser Altersgruppe 60 µg. Danach erhöht sich der Bedarf auf 80 beziehungsweise 65 µg. Vorsicht ist geboten, wenn man Blutverdünnungsmittel einnehmen muss. Eine gleichzeitige Einnahme von blutverdünnenden Arzneimittel mit Vitamin K kann die Gerinnung stören, weshalb in diesen Fällen besonders auf eine unbedenkliche Dosierung geachtet werden muss. Bis zu 45µg pro Tag gelten als nicht gefährlich in Bezug auf die Blutverdünnung. Eine Kontrolle der Blutwerte ist aber zur Sicherheit empfehlenswert.

Wann kann ein Vitamin-K-Mangel auftreten?

Medikamentöse Therapien: Cumarin-Derivate, die zur oralen Antikoagulation eingesetzt werden, sind Gegenspieler (Antagonisten) des Vitamin K und können bei Überdosierung zu lebensgefährlichen Blutungen aufgrund eines relativen Vitamin-K-Mangels führen. Aber auch Gallensäurebinder, Antikonvulsiva oder große Mengen von Salicylaten können einen Vitamin-K-Mangel auslösen.
Chronische Krankheiten des Verdauungstraktes wie bei hartnäckigen Darminfektionen oder anderen Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. lang andauernde Durchfälle, chronische Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, Reizdarm, Glutenunverträglichkeit/Zöliakie) oder nach der chirurgischen Entfernung von Darmabschnitten führen zu Störungen der Darmflora, wodurch die Vitamin-K-produzierenden Bakterien ev. nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Auch längere Antibiotikaeinnahme kann ein Risikofaktor für einen solchen Mangel darstellen.
Fettabsorptionsstörung: Eine weitere mögliche Ursache ist die sogenannte Fettabsorptionsstörung. Dabei ist die Aufnahme von Fetten aus dem Darm gestört. Da Vitamin K ein fettlösliches Vitamin ist und gemeinsam mit Fetten vom Körper aufgenommen wird, kann so ein Vitamin-K-Mangel entstehen.
Störung der Gallenfunktion: Auch eine Störung der Gallenfunktion kann zu einem Mangelzustand führen, da Vitamin K gemeinsam mit Gallensäuren in die Darmzellen aufgenommen wird. Daneben kann eine Vermehrung von Gallensäuren im Stuhl zu Durchfall führen.
Leberschäden: Da Vitamin K in der Leber gespeichert und verstoffwechselt wird, kann es auch durch Leberschäden zu Vitamin-K-Mangelzuständen kommen.

Weitere Ursachen für einen Vitamin-K-Mangel:

Fehlernährung, Alkoholismus, Zystische Fibrose, Adipositas.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 4. Juli 2018 sprach Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager aus Gmünd über Schwimmen und Baden – Augen und Ohren

Die Sommerferien stehen vor der Türe und hoffentlich wird das Wetter schön, dass wir viel Zeit im Freibad verbringen werden. Sind viel Menschen im Bad sind diese starkfrequentierten Orte ein idealer Umschlagplatz für verschiedene Krankheitserreger. Augen und Ohren sind dabei ideale Eintrittspforten für Keime jeglicher Art.

Wasser wird in heimischen öffentlichen Badeanstalten und in natürlichen Badegewässern wie der Neusiedlersee oder die Alte Donau ebenso engmaschig kontrolliert wie unser Trinkwasser! Dafür sorgen das österreichische Badewassergesetz und die Bäderhygieneverordnung.
"Jeder Mensch bringt mit einem Hineinspringen bis zu einer Milliarde Bakterien in das Wasser", krank wird aber im Normalfall niemand. Die Bäderverordnung sieht nämlich vor, dass diese Keime innerhalb von 30 Sekunden unschädlich gemacht werden müssen - dem Chlor sei dank.

Trotzdem lauern im Schwimmbecken und Badeteich Gefahren für Augen und Ohren bzw. stellen sich bei mangelnder oder falscher Pflege Schmerzen ein, die man im Urlaub nicht brauchen kann.

AUGEN
Reizung: Nach zu langem Tauchen mit offenen Augen hat man oft rote, brennende und tränende Augen mit Fremdkörpergefühl – typische Zeichen einer leichten Bindehautreizung. Hier empfiehlt sich eine unterstützende Verwendung von Tränenersatzflüssigkeit, die das Auge gut befeuchtet und ihm hilft, sich rasch wieder zu beruhigen und auszuheilen. Derartige Augentropfen leisten auch gute Dienste im Flugzeug beispielsweise.
Davon unterscheiden muss man die klassische Schwimmbadkonjunktivitis, eine bakterielle Infektion durchChlamydien. Die erkennt man daran, dass diese Infektion meist an einem Auge beginnt und durch Badewasser oder verkeimte Gegenstände wie Kontaktlinsen, Handtücher, Kosmetika oder Finger auf das zweite Auge übertragen wird.  Typische Symptome sind dabeiweiß gelbliche schmierig-eitrige Absonderungen, welche besonders am Morgen nach dem Schlafen zu einer Verklebung und Verkrustung führen. Die Bindehaut ist gerötet, die verstärkte Durchblutung führt zu Blutansammlung, häufig begleitet vonFremdkörpergefühl und Juckreiz, einer Schwellung des Augenlids, Schmerzen sowie einer Beeinträchtigung der Sehschärfe.  Obwohl die Infektion nach ca. 14 Tage selbstlimitierend ist, sollte ein Augenarzt konsultiert werden! Durch die Verabreichung von Antibiotika wird die Infektion und Entzündung gebannt. Zur Vorbeugung Schwimmbrille tragen.

OHREN
Baden kann sich auch auf die Ohren schlagen - wie erkenne ich eine Badeotitis? Dabei handelt es sich um eine Entzündung des äußeren Gehorgangs, dem Bereich zwischen Ohrmuschel und Trommelfell. Sie tritt gerne nach häufigem Baden, Tauchen oder Surfen auf und kann innerhalb weniger Stunden bis maximal 2 Tage starke Schmerzen verursachen, heilt aber bei richtiger Behandlung innerhalb von 1 bis 2 Tagen wieder vollkommen aus. Sie äußert sich durch Juckreiz, Rötungen, deutliche Schmerzen und Absonderungen aus dem betroffenen Ohr sowie Schwerhörigkeit infolge von Schwellungen. Man erkennt dies durch einen einfachen Test: Wenn die Schmerzen beim Ziehen am Ohrläppchen bzw. Druck auf den Knorpel beim Ohreingang stärker werden, dann liegt meist eine Gehörgangsentzündung vor.

Erste Hilfe
• Antiseptische Ohrentropfen auf Essigbasis helfen, den natürlichen pH-Wert im Ohr wieder herzustellen und lassen Restwasser im Gehörgang abtrocknen – kann man auch vorbeugend nach jedem Baden, Duschen oder Tauchen anwenden und sollte in keiner Reiseapotheke fehlen.
• Entzündungshemmende rezeptfreie Ohrentropfen können ebenfalls max. 2 Tage verwendet werden – sollten die Beschwerden weiter bestehen, wird ein Besuch beim HNO angeraten.
Richtig vorbeugen und reinigen
• Gesunde Ohren brauchen keine Reinigung – Ohrschmalz ist kein Schmutz sondern eine natürliche Schutzschicht, von den Ohrschmalzdrüsen produziert – fettig und bakterienabweisend
• Nach dem Baden/Tauchen/Duschen Wasser aus dem Ohr herauslaufen lassen, indem man den Kopf zur Seite dreht und mit einem sauberen Handtuchzipfel gut abtrocknen oder leicht trockenföhnen.
• Wenn eine Entzündung schon da ist, sollte man aufs Untertauchen eher verzichten oder Badekappe, Badewatte oder spezielle Ohrstöpsel verwenden. Die gibt es in tollen Farben für Kids und Erwachsene.
• Keine Wattestäbchen zur Pflege verwenden! Wer als Taucher an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen Tauchgänge plant, sollte nicht das Schmalz entfernen. Die bessere Pflege für die Ohren: nach dem Tauchgang die Gehörgänge mit klarem Wasser spülen und gut vor Zugluft schützen.
• Wer zur Badeotitis neigt, sollte bereits vorbeugend die erwähnten antiseptischen Ohrentropfen/sprays auf Essigbasis verwenden
• Wer unter übermäßiger Schmalzproduktion leidet, greift am besten zu Cerumen auflösendeölige Tropfen, die einwirken und so das Ohrschmalz auflösen oder spezielle Ohrreinigungssprays auf Meerwasserbasis aus der Apotheke.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 27. Juni 2018 sprach Mag. pharm. Dieter Kröner aus Pernitz über Nährstoffe für die Haare

Brüchige oder weiche Nägel weisen beispielsweise auf eine schlechten Allgemeinzustand, eine vorübergehende Abwehrschwäche oder einen Mangel an Spurenelementen und Mineralstoffen hin.
Sonne, Wind und Luftverschmutzung sowie häufige Pflege wie fönen und färben beeinträchtigen die Strukturen erheblich.
Sie können z.B. auf einen Mangel an Silizium hinweisen, dem nach Sauerstoff am weitesten verbreiteten Element auf der Erde. In der Natur ist Silizium als Kieselsäure vorkommend. Keine andere Substanz kann das 300-fache ihres Gewichtes an Wasser binden. Kieselsäure versorgt dadurch mittelfristig unser Haar, aber auch Haut und Nägel mit mehr Feuchtigkeit. 8-12 Wochen Kur ist hier zu empfehlen.

Basische Stoffe
Säure raus – Nährstoffe rein! Säuren können die Zellen an deren Nähstoffversorgung hindern. Mg-, Ca- oder K- salze in Form von Pulvern, Kapseln oder auch Bädern- diese bieten die größte Angriffsfläche- können Säuren im Körper neutralisieren und Zellen, speziell auch Haarfollikel, werden dadurch besser mit Vitalstoffen versorgt.

Zinkmangel?
Das Spurenelement kann im Körper nicht gespeichert werden, es muss regelmäßig zugeführt werden. Zinkmangel auch in westlichen Ländern nicht selten, insbesondere bei Säuglingen, Senioren, Jugendlichen und Frauen im gebärfähigen Alter. -> Zinkmangel kann verringerte Abwehrfunktion, Haarausfall, trockene Haut und brüchige Nägel bedingen.
Enthalten in : rotem Fleisch, Vollkornprodukte, Walnüsse Pilze, Meeresfrüchte

B- Vitamine
z.B. Biotin ist essentiell für die Bildung der Hornsubstanz Keratin und somit für gesundes Wachstum von Haut, Haaren und Fingernägeln.
Aber auch die Aminosäure L-Cystin als Hauptbestandteil des Haarkeratins ist entscheidend für die Haarstruktur und -qualität verantwortlich.

Birke, Brennessel, Klettenwurzel
Regen v.a. die Durchblutung der Haargefäße an. z.B. in Shampoos oder Haarlotionen, zur Unterstützung.

Schüssler Salze
Versorgen die Zellen mit Nähstoffen oder sog. „Betriebsstoffen“.
Nr.5 Kalium phosphoricum D 6 bei kreisrundem o. diffusem Haarausfall.
Nr.11 Silicea D 6 zur Anregung des Haarwuchses, für mehr Glanz
Nr.1 Calcium fluoratum D 12 kräftigt das Haar
Nr. 21 Zincum chloratum D6 (Ergänzungsmittel ) Regeneration der Haut- und Haarzellen

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 20. Juni 2018 sprach Mag. Ulrike Zöchling, Hippolyt Apotheke St.Pölten, über Hautpflege im Sommer

Hautpflege im Sommer bedeutet vor allem Schutz vor zuviel Sonne - sensible Menschen haben zum Beispiel in 20 Min ihre gesamte Eigenschutzzeit für den Tag verbraucht!
Der passende Lichtschutzfaktor für Ihren ganz persönlichen Lichttyp und Ihre Eigenschutzzeit ist abhängig von der Jahres- und Tageszeit, mit UVA- (HautAlterung) und UVB-(SonnenBrand) Filter; Creme bei trockener Haut, fettfreies Gel oder Fluid für behaarte Körperstellen, Milch für Kinder und Gesicht.
Kinder und Babies: die meisten Sonnenschäden entstehen bis 18 Jahre – und die Haut vergisst nichts! Babies: Unter 1 Jahr keine Sonnencreme verwenden, die Haut kann sie nicht verarbeiten. Die Haut ist zarter, dünner und empfindlicher als bei Erwachsenen, Eigenschutz und Säureschutzmantel sind noch nicht voll ausgebildet, die Melaninproduktion ist noch gering, ebenso die Talgdrüsentätigkeit. Sobald Ihr Kind laufen kann, braucht es Sonnencreme, besonders auf Gesicht, Nacken, Unterarme – aber bitte nicht übertreiben, sonst verstopfen die Poren, es entsteht ein Hitzestau und es kommt zu Allergien und Ausschlägen! Spray und Lotion lassen sich leichter auftragen, besonders wenn die Kinder selber sprühen dürfen. Verwenden Sie für Ihre Kleinen Sonnenmittel mit mineralischen Filtern: die dringen nicht in die Haut ein, sondern bleiben als leichter Film (erscheint leicht weiß) auf der Hautoberfläche und wehren die Sonnenstrahlen ab. (chemische Filter ziehen in die Haut ein und sind daher für Kinder und Babys nicht geeignet). Diese Sonnenmittel haben LSF 30 oder 50, sind ohne Farb- und Duftstoffe und Konservierungsmittel.Besonders wichtig ist Sonnenschutz für Kinder, wasserfest, gut verteilbar und pflegend soll der Sonnenschutz sein. LSF mind. 30. Nach dem Baden nachschmieren, da beim Abtrocknen der Schutz weniger wird. Immer Hut und T-Shirt und unter den Sonnenschirm. Vor allem unter 3 Jahren sollten Kinder nicht in die pralle Sonne. Im Schatten bleiben, wichtig sind die 3 H: Hut, Hemd, Hoher Lichtschutzfaktor LSF; Sonnenhut mit Nackenschutz, lockere Kleidung mit UV-Schutz oder aus natürlichen Materialien. 
Stets Trinkwasser mitnehmen, immer wieder kleine Schlückchen trinken lassen, beim Schlafen mit einer Baumwollwindel zudecken, für den Kindersitz (Kinderwagen, Auto) Baumwoll-Auflagen verwenden. 

Rechtzeitig: 20 min vorher eincremen, also schon zuhause, erst nach einigen Minuten anziehen, damit kein Abrieb entsteht.
Ausreichend - großzügig (1 Finger lang für jeden der Sonne ausgesetzten Körperteil)
Lippen und Ohren, bei Männern die verlängerte Stirne einschmieren, für behaarte Körperstellen eignet sich am besten ein Fluid oder Gel, das nicht schmiert. Einfach zu handhaben ist der Spray.
Für Lippen und Ohren gibt es kleine Tuben und Lippenstift zum Einstecken. Lippen haben keine Pigmentierung und somit keinen Eigenschutz. Wer oft Fieberblasen hat, kann nebst Sunblocker noch Lysin-Kapseln schlucken, die dem Herpes-Viren Einhalt gebieten, und kurzfristig auf Schokolade, Nüsse und Rosinen verzichten.
Für die Melaninbildung und Melaninverteilung sind Alter, Medikamente, Hauterkrankungen, Schwangerschaft,…verantwortlich.
Sonnenschutz von innen = Zellschutz. Die Bräunung unterstützt hier Carotin (Vitamin A Vorstufe, für eine gleichmäßige und schöne Bräune), Lycopin (das Rot der Paradeiser, die Haut wird weniger empfindlich auf Sonne), OPC (im guten französischen Rotwein, zellschützende Wirkung), Polypodium (tropischer Farn, kann den Lichtschutz erhöhen), als Kapseln zum Schlucken erhältlich. Auch Zink und Vitamin C stärken das Immunsystem der Haut.
Mit Schüßler Salzen können Sie die Eigenschutzzeit verlängern: Nr.3: wenn man keine Sonne verträgt, bei Sonnenbrand (entzündungshemmend), bei Sonnenallergie innerlich und äußerlich (als Brei oder Creme)….es ist das Mittel für die 1. Hilfe. Mit Nr. 5, 8 und 10 kombinierbar.
Trinken ist wichtig, ausreichend trinken: Wasser mit Mineralstoffen und Vitaminen trinken, Kräutertees wie Minze, Melisse oder Ingwer, wirkt antiseptisch, hilft auch bei Magen-Darm-Infektionen, stärkt den (nervösen) Magen; mit einem Spritzer Zitronensaft wird es ein bekömmliches erfrischendes Getränk; bei Verdauungsproblemen kann nämlich auch die Ausscheidung über die Haut/Schweißdrüsen mit der Sonne Radikale bilden und zu Ausschlägen oder Allergien führen. Leichte Kost, dazwischen Obst.
Hautpflege nach dem Sonnenbad: Nach dem Sonnenbad braucht die strapazierte Haut pflegende, beruhigende und feuchtigkeitsspendende Produkte, gibt’s auch als kühlenden Spray – aufsprühen…fertig. Am besten gleich nach dem Sonnenbad auftragen, noch vor dem Duschen. Regeneration dauert bis zu 24 Stunden.

Haare sollten im Sommer anders gepflegt werden als im Winter – mit Mitteln gegen Ausbleichen und Glanzverlust durch Chlor- und Salzwasser, gegen Brüchigkeit und Farbveränderungen durch UV-Strahlung. Hilfen sind Schutzsprays mit Pflanzenextrakten, Haarspitzencremes, Haarmasken mit Kieselerde, Après-Pflege zum Ausspülen, alles aus Ihrer Apotheke. Salzwasser hinterlässt Salzkristalle im Haar – die Haut juckt und wird rot; Chlor lässt Luftbläschen entstehen -das Haar wird brüchig und spaltet sich.

Augen: trockene gereizte Augen durch Sonne, Wasser, Wind? Abhilfe schaffen Augentropfen mit Hyaluronsäure, einer körpereigenen Substanz, die die Augenoberfläche benetzen und so sanfte Linderung verschaffen, sie bilden einen gleichmäßigen stabilen Schutzfilm; auch in Einzeldosen erhältlich (praktisch für die ganze Familie); Sonnenbrille ist ein MUSS, auch für Kinder.

In der Schwangerschaft LSF 50+ verwenden, besonders im Gesicht, die Änderung des Hormonhaushaltes kann die Pigmentierung erhöhen.

Abschließend gut zu wissen: Durch den Klimawandel hat die Sonne eine viel stärkere Wirkung auf uns als noch vor 20, 30 Jahren – das Thema Sonneschutz ist sehr komplex geworden – gute Beratung finden Sie in unseren Apotheken.
Medikamente können mit UV-Licht photoallergische oder phototoxische Reaktionen auslösen – z.B. manche Antibiotika, Psychopharmaka, Antirheumatika, Hormone (Pille), Johanniskraut, …) fragen Sie in Ihrer Apotheke.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 13. Juni 2018 sprach Mag. Andreas Gentzsch aus St.Pölten über die Reiseapotheke

Wenn Sie verreisen ...was packe ich ein, was muss an Medikamenten mit? 
Welche Arzneien für den Urlaub am Strand, in den Bergen oder für den Radausflug wichtig sind, war Thema der Radio NÖ Sendung am Mittwoch, 13. Juni 2018. Nähere Informationen dazu in Ihrer Apotheke, wir beraten Sie gerne individuell!

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 6. Juni 2018 sprach Mag. pharm. Ulrike Zöchling, Hippolyt-Apotheke in St. Pölten, über Medikamente für Kinder

 Kinder und Medikamente – hier geht es um die richtige Dosierung einer Arznei entsprechend dem Alter des Kindes (ein Baby braucht eine andere Dosis als ein Volksschulkind), wie etwas verabreicht wird, Tropfen, Saft oder Zäpfchen. Das ist vor allem bei Kleinkindern wichtig, die sich mit ihrem Instinkt gegen die Einnahme von unbekannten Stoffen wehren. 

Es gibt eigene Mittel für Kinder gegen Fieber, Schmerzen, Infektionen, wie Paracetamol oder Ibuprofen. „Aspirin“ ist erst ab 14 Jahren erlaubt! Eine neue EU-Verordnung für Kinderarzneimittel sorgt dafür, dass die Arzneimittelindustrie Medikamente auch speziell für Kinder entwickelt, was nicht so einfach ist, weil man Kinder ja nicht langwierigen Studien aussetzen will.
Wichtig ist, Kinder in den unterschiedlichen Phasen einer Krankheit richtig zu unterstützen. Am Beginn einer Krankheit, wenn der Körper versucht, Gifte oder Viren durch Fieber loszuwerden, sollte man das Schwitzen durch wärmere Kleidung oder Bettruhe unterstützen. Lavendelöl auf Kopfpolster oder Nachtkästchen getropft, kann beruhigen und Albträume nehmen. Kein Menthol verwenden! Kinder können noch „leiden“, sie lassen dem Körper die Zeit zum Kranksein bzw. zur Genesung.
Fieber: ein natürlicher Vorgang: durch das Ansteigen der Temperatur werden Viren und Bakterien vernichtet. Wenn das Fieber sehr hoch steigt (40°C) oder zu lange oben bleibt, braucht man ärztliche Hilfe, kann aber schon vorher kühlende Maßnahmen treffen (Essigpatscherl, kühler Einlauf) und durch Mineralstoff-Getränke vorsorgen, verschiedene Geschmacksrichtungen und Farben. Auch wenn ein Kind erbricht, helfen wenige Schluck - sind auch sonst für Kinder wichtig für den Aufbau der Knochen und Zähne.
Im Alter von 3 Jahren werden Kinder oft krank, weil ihr Körper lernen muss, mit Umweltbedingungen umzugehen. Er bildet Antikörper für die Immunität (Antibiotika unterdrücken diese Bildung, daher nur wenn notwendig, außerdem vernichten sie nur Bakterien, keine Viren!); Stärkung des Immunsystems (über den Darm mit Probiotika) ist wichtig für das Kind; in der Pubertät kommen dann die Herausforderungen des Erwachsenwerdens…

Zwei Drittel aller Familien in Österreich verwenden Homöopathie
Homöopathie eignet sich gut für Kinder, da sie auf Feinstoffliches gut ansprechen und diese Art der Medikamente nicht mit so vielen Abbauprodukten, wie bei herkömmlichen Medikamenten häufig der Fall, belastet sind (aufgrund der besonderen Aufbereitungsweise). Außerdem lieben Kinder die Form der Globuli – das macht die Einnahme leichter, gerade bei Zahnungsbeschwerden, Koliken oder Infekten.
Viele Eltern haben bereits eine kleine Hausapotheke dafür bereit:

  • Aconitum: plötzlich hohes Fieber, trockene Haut 
  • Belladonna: hohes Fieber mit viel Schweiß 
  • Chamomilla: Ohrenschmerzen, Zahnen
  • Nux vomica bei Übelkeit, Erbrechen, auch rasselnder Husten 
  • Auch Ferrum phosphoricum – vielen bekannt als Schüßler Salz Nr.3 – bei beginnenden Beschwerden mit Fieber oder Ohrenschmerzen.

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„Radio Niederösterreich am Vormittag“ bringt jeden Mittwoch Rat und Tipps aus der Apotheke! Die Radio-ApothekerInnen werden von Mag. Ulrike Zöchling, Hippolyt-Apotheke St.Pölten, koordiniert.