Radio NÖ Apotheken-Tipps

 

In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 21. Juni 2017 sprach Mag. Mag. pharm. Gert Dieterich, MSc aus Wilhelmsburg über Sonnenschutz

Teil 1: Sonnenschutz von Innen
Warum ist es so wichtig, sich auch innerlich vor der Sonne zu schützen?
Um Mißverständnissen vorzubeugen, der Sonnenschutz durch Sonnencremen ist ebenso unerlässlich, wie der Schutz von Innen. Die Sonne wird immer gefährlicher (schwindende Ozonschicht,..), und die Menschen werden immer empfindlicher, v.a. durch Umweltgifte. Die Folgen eines schlecht geschützten Sonnenbades sind Sonnenbrand, Sonnenallergie und Sonnenschäden bis zum Hautkrebs.

Was bewirken die Sonnenschutzmittel zum Schlucken?
Die Haut wird robuster gegenüber der Sonnenstrahlung, die Allergieneigung wird geringer, die Sonnenbrandgefahr wird minimiert, die Bräune wird tiefer und hält länger an und man bleibt auch nach dem Urlaub länger braun.

Wovon hängt die Sonnenintensität ab?
Sie hängt ab von der Jahreszeit, dem Sonnenstand, dem Breitengrad auf dem man sich aufhält, der Höhe (Berge) und einer möglichen Reflexion der Sonnenstrahlen (Wasseroberfläche, Schnee).

Sonnenlicht besteht u.a. aus Ultravioletter Strahlung UV-A und UV-B:

UV-B Strahlen sind kurzwellig, sehr energiereich und bewirken spät eintretende aber lang anhaltende Bräune. Sie sind aber auch für Sonnenbrand, Hautalterung und Hautschäden (Krebs) verantwortlich. UV-B-Strahlen regen die pigmentbildenden Zellen an Melanin zu bilden (dauert einige Tage).

UV-A Strahlen sind langwellig energieärmer und führen zur Sofortbräunung, die aber nicht sehr lange anhält. Sie lösen Sonnenallergien aus, schädigen die Netzhaut des Auges, lassen die Haut altern. Die Haut verliert an Elastizität und Altersflecken werden gefördert. UV-A-Strahlen färben das Melanin in der Haut und sorgen für eine schnelle Bräune.
Der Mensch hat weniger natürlichen Schutz gegenüber der Sonne als Tiere (Schuppen, Fell, Federn). Bei ungebräunter Haut hat die Haut einen Eigenschutz von maximal 20 min bevor sie rot wird.

Wann und wer soll nun diese Sonnenschutzmittel schlucken?
Im Grunde gelten die gleichen Kriterien wie bei der Wahl des richtigen Sonnenschutzfaktors bei Sonnencremen:
• Je heller der Hauttyp, desto wichtiger
• Im Sommer
• Vor Urlauben, vor allem in ungewohnten Breitengraden
• Bei Sonnenallergie
• Anti Aging, Gesunde lang anhaltende Bräune
• Manche Medikamente wirken photosensibilisierend: einige Antibiotika, Johanneskrautpräparate,...
Ganz wichtig ist mit den Sonnenschutzmitteln zum Schlucken rechtzeitig zu beginnen, am besten 3 Monate vorher

Beta-Carotin: (Carotinoide) ist das bekannteste Sonnenschutzmittel zum Schlucken. Provitamin A Ist ein Pflanzenwirkstoff aus der Karotte (orange). Dienen auch der Pflanze als Sonnenschutz. Der Mensch kann Carotin aufnehmen. Es wird durch Enzyme umgewandelt und dient dem Menschen als Sonnenschutz.
Natürliche Vorkommen sind Marillen, Mango und natürlich die Karotte, aber auch bestimmte Meeresalgen, z.B. Dunaliella salina.
In Kombination mit Lycopin (aus der Tomate) - auch ein Carotinoid - hat man zusätzlich eine gute Anti Aging Wirkung. Carotin wirkt als Radikalfänger in den Hautzellen. Radikale sind agressive Sauerstoffmoleküle, die durch UV-Strahlung, Umweltgifte, Rauchen, übermäßigen Sport entstehen und die Zellen schädigen. Carotin kann in der Haut v.a. die durch die UV-Strahlung gebildeten Radikale abfangen.

Welche Antioxidantien werden neben Carotin noch verwendet?
Carotin wird meistens in Kombination mit Vitamin C verwendet. Vorkommen sind Zitrusfrüchten, Hagebutte, Sanddorn, Spinat, Kartoffeln, Erbsen.  ei Sonneneinstrahlung (und ganz wichtig nach Sonnenbrand) erhöht sich der Bedarf auf 1000 mg pro Tag.
Auch Vitamin E: Vorkommen in Getreide- und Weizenkeimen. Hautzellen werden vor Radikalen geschützt.
Selen: It ein Spurenelement, dass über die Nahrung aufgenommen wird.
Kalzium ist ein Mineralstoff und der Baustein der Knochen und kann bei Sonnenallergien die Ausschüttung von Histamin verringern. Bei frühzeitiger Gabe kann das Ausbrechen einer Allergie vermieden werden. Wichtig: einige Tage vor der geplanten Exposition Dosissteigerung auf bis zu 1 Gramm.
Auch bewährt sich Grüner Tee (Camellia sinensis) schützt vor der Sonne. Es handelt sich dabei um die gleiche Pflanze wie beim Schwarztee, aber der Trocknungsprozess ist milder, wodurch die Enzyme erhalten bleiben, die als wirken Radikalfänger. 
Schwarzkümmelöl (Nigella sativa): Aus dem Samen der Pflanze gewonnen. Die Inhaltstoffe sind wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren und ätherische Öle. Die Wirkung beruht auf die Bildung von „guten“ Prostaglandine, die entzündungshemmende und antiallergische Wirkung haben. Ebenso wird die Hautstruktur verbessert. Wichtig: 3-4 Monate ohne Unterbrechung einnehmen.
Nachtkerzenöl (Ohnothera biennies): Ist ebenso reich an ungesättigten Fettsäuren und hat daher eine ähnliche Wirkungsweise wie Schwarzkümmelöl. Nachkerzenöl hat eine gute Anti Aging Wirkung, da die Hautstruktur verbessert wird.
Coenzym Q10: Kommt vor in Sardinen, Schweinefleisch, Rindfleisch, Olivenöl, Geflügel, Brokkoli, Sonnenblumenöl, und Käse, ist ebenfalls ein guter Radikalfänger. Besonders im Alter erhöhter sich der Bedarf an Q10. Bei Menschen mit Q10 Mangel (Alter, Sport, Stress, körperliche Belastung,..) wirkt die Gabe von Co-Enzym Q10 sehr gut.

Teil 2: Sonnenschutz von Außen

In unseren Breiten kann grob zwischen 4 Hauttypen unterschieden werden.
• Hauttyp I (extrem sonnenempfindlich): Rothaarig, Sommersprossen, helle Haut, helle Augen. Wird immer rot, bräunt nie. Eigenschutzzeit: 5-10 Minuten.
• Hauttyp II: Blond, blauäugig, helle Haut. Wird immer rot, geringe und langsame Bräunung. Eigenschutzzeit: 10-20 Minuten.
• Hauttyp III: Brünett. Helle bis hellbraune Haut, dunkelgraue oder braune Augen. Wird manchmal rot, bräunt schnell. Eigenschutzzeit: 20-30 Minuten.
• Hauttyp IV: Dunkelhaarig, olive bis dunkelbraune Haut, braune Augen. Wird fast nicht rot, schnelle und tiefe Bräunung. Eigenschutzzeit: 30-40 Minuten.
Für Hauttyp 1 + 2 ist zu Beginn des Sonnenbadens einen Lichtschutzfaktor (LSF) von mind. 30, und für Hauttyp 3 + 4 ein LSF von mind. 15 zu empfehlen. Der Lichtschutzfaktor kann im Laufe der Sonnengewöhnung reduziert werden. Kinder sollten mit wasserfester Sonnencreme mit einem LSF von 50+ eingecremt werden.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?
Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist ein Maß für den UVB-Schutz. Genau genommen gibt er den Schutz vor Sonnenbrand an. Produkte mit einem LSF von 6 und 10 haben ein niedriges, von 15, 20 und 25 ein mittleres, von 30 und 50 ein hohes und jene mit 50+ ein sehr hohes Schutzniveau. Das genormte UVA-Logo auf der Verpackung gibt einen quantifizierten Mindest-UVA-Schutz an, der parallel zum UVB-Sonnenschutzfaktor ansteigen muss. Je höher der LSF, desto höher muss auch der UVA-Schutz sein.
Mittlere und hohe Schutzleistungen werden durch den kombinierten Einsatz von organischen, öl- oder wasserlöslichen (chemischen) und anorganischen unlöslichen (physikalisch) Filtersubstanzen erreicht. Liposomale Lotionen sind extrem wasserfest und thermo- sowie photostabil. Liposomaler Sonnenschutz mit DNA-Reparaturenzymen hilft durch Sonnenstrahlen verursachte Hautschäden zu reparieren.
Ein entsprechendes Schutzniveau ist jedoch nur gewährleistet, wenn ausreichend Sonnenschutzmittel aufgetragen wird (mind. 2mg/cm2). Diese Menge entspricht gut 3 Esslöffeln für eine einmalige Anwendung bei einem Erwachsenen. Der Tagesbedarf einer vierköpfigen Familie würde somit bei nur zweimaliger Anwendung 200 – 250 ml betragen.

Welche allgemeinen Tipps sollen beachtet werden?
• Vernünftiges Verhalten in der Sonne und richtige Selbsteinschätzung der persönlichen UV-Empfindlichkeit.
• Achten Sie auf die richtige Kleidung, denn Textilien bieten einen guten, wenn auch nicht kompletten Schutz gegen die Sonne (4-H-Regel: Hut, Hose, Hemd, hoher Lichtschutzfaktor).
• Das Sonnenschutzmittel sollte nach individueller UV-Empfindlichkeit ausgewählt werden, über einen UVB- und UVA-Schutz verfügen und photostabil sein.
• Tragen Sie genügend Sonnenschutz, ca. 0,5 Stunden vor dem Sonnenbaden, auf (s.o.) und vergessen Sie nicht auch Nase, Ohren, Fußrücken und Schultern einzucremen. Hinweis: Der Aufenthalt im Schatten schützt empfindliche Haut nicht zwangsweise vor Sonnenbrand, also gilt auch hier: eincremen!
• Entfernen Sie Kosmetika oder Parfum bevor Sie sich in die Sonne legen.
• Da wasserfester Sonnenschutz nicht beliebig lange hält und nach dem Abtrocknen Creme verloren geht, empfiehlt sich erneutes Auftragen von Sonnenschutz.
• Meiden Sie die Mittagssonne (11:00 - 15:00 Uhr) und halten Sie sich bevorzugt im Schatten auf.
• Cremen Sie sich nach dem Sonnenbad mit einem Aprés-Produkt ein.
• Sorgen Sie - je nach Schweißverlust - für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von ca. 2- 4 Liter (kein Alkohol).
• Säuglinge bis zu einem Jahr dürfen nie der prallen Sonne ausgesetzt werden.
• Bei Kindern ist zusätzlich darauf zu achten, dass der wasserfeste Sonnenschutz auch speziell für Kinder entwickelt ist und ein Sonnenhut, eine Sonnenbrille vom Fachhandel sowie Schuhe getragen werden (bei Sandalen die Füße immer gut eincremen, da Sonnenbrandgefahr an den freien Stellen besteht). Stark trocknende Sonnencremen mit hohem Alkoholgehalt (Gele) sind für Kinder ungeeignet. Tragen Sie kein Babyöl auf, bevor Sie mit dem Kleinkind ins Freie gehen. Dies macht die zarte Babyhaut noch lichtempfindlicher.
• Einige Medikamente können die Haut noch empfindlicher gegenüber Sonnenstrahlung machen. Dies betrifft in der Selbstmedikation vor allem Johanniskraut-, Arnika- sowie Baldrianpräparate.
• Sorgen Sie für einen Sonnen-/Hautschutz von innen

Was soll ich verwenden? Sonnencreme, -gel, -milch oder –spray?
Am wichtigsten ist den richtigen Sonnenschutzfaktor zu wählen! Und hier gilt, besser zu hoch als zu niedrig. Ein hoher Sonnenschutzfaktor bedeutet nicht unbedingt, dass man weniger stark braun wird. Es braucht nur etwas länger, dafür kann man länger in der Sonne bleiben. Mittlerweile gibt es viele Sonnenschutzprodukte. Ob Creme, Gel, Milch oder Spray ist für den Unempfindlichen zweitrangig. Nur die, die unter Allergien leiden müssen bei der Darreichungsform aufpassen. Sonnencremen enthalten Emulgatoren, die nicht jede Haut verträgt. In solchen Fallen sind, dann Gele geeigneter, denn sie enthalten keine Emulgatoren und sind daher verträglicher. Leider sind diese Gele weniger wasserresistent und müssen daher öfter nachgeschmiert werden.

Sonnenschäden und Nachbehandlung

Sonnenstich
Wenn man sich zu lange der Sonne aussetzt. Symptome: starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, plötzliche Müdigkeit, Ohrensausen sowie Sehstörungen. Suchen Sie sofort Schatten auf, halten Sie den Kopf erhöht und umwickeln sie den Kopf mit feuchten kühlen Tüchern. Trinken Sie genug (z. B. 1 TL Salz auf 1 Liter Wasser oder ein entsprechendes Präparat aus der Apotheke bei Erbrechen zum Ausgleich des Elektrolythaushaltes).

Hitzschlag
Wärmestau im Körper - dieser muss nicht direkt der Sonne ausgesetzt gewesen sein. Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen sowie trockene, rote und erhitze Haut. Die Körpertemperatur kann bis auf 40 °C ansteigen und es kann zu Bewusstlosigkeit, Schock und Kreislaufversagen kommen. Sofortmaßnahmen siehe Sonnenstich.

Sonnenbrand
Wenn der natürliche Sonnenschutz der Haut noch nicht vollständig aufgebaut ist, nicht genügend Sonnenschutzmittel aufgetragen oder die Haut zu lange der Sonne ausgesetzt wurde. Vorbräunen im herkömmlichen Solarium beugt einem Sonnenbrand nicht vor, da dabei zumeist UV-A-Strahlen eingesetzt werden. Kühlen sie die Haut mit Eiswürfeln, Aprés-Creme, Essigsaurer Tonerde, Schaumspray oder Topfen- bzw. Joghurtkompressen und meiden Sie bis zur Heilung direkte Sonnenbestrahlung.
Jeder Sonnenbrand bedeutet einen massiven Eingriff in die Hautstruktur und kann die Entstehung von Hautkrebs fördern.

Melanom (bösartigster Hautkrebs)
Entwickelt sich meist im Bereich eines bereits bestehenden Muttermales, häufig bedingt durch übermäßig starke Sonnenbelastung bei ungenügendem Sonnenschutz. Da Hautkrebs im Frühstadium erkannt, sehr gute Heilungschancen hat, sollten Sie Muttermale auf folgende Warnzeichen hin regelmäßig kontrollieren: A (Asymmetrie) = assymetrisches Wachstum, B (Begrenzung) = zackige und unregelmäßige Begrenzung, C (Colorit) = verschiedene braune und schwarze bzw. rötliche und auch graue Farbtöne, D (Durchmesser) = zunehmende Größe. Weiters zu beachten: Juckreiz, Entzündung, Blutung! Eine jährliche Untersuchung beim mir oder einem/r Hautarzt/-ärztin ist anzuraten.

Polymorphe Lichtdermatose ("richtige Sonnenallergie") wird durch UV-A-Strahlung hervorgerufen und betrifft vor allem Hautareale, die selten der Sonne ausgesetzt sind wie Dekolletee, Nacken und Hals. Es bilden sich kleine juckende Bläschen oder Knötchen bzw. erhabene rote Flecken, welche sich erst nach Stunden/Tagen zurückbilden. Verwenden Sie Hautschutzmittel für Allergiker (z. B. Gele) aus Ihrer Apotheke.

Mallorca-Akne entsteht durch Reizung der Haarfolikel, hervorgerufen durch Emulgatoren in Sonnenschutzmitteln.

 Die Photoallergische Reaktion wird durch UV-Bestrahlung eines Allergens (Medikamente, Parfum, chemische Filter, ätherische Öle etc.) ausgelöst und ist charakterisiert durch Hautausschlag oder Nesselsucht.

Aprè-Behandlung der Haut
Nach jedem Sonnenbad sollte die Haut mit einem Aprè-Produkt behandelt werden, um Lipide und Feuchtigkeit zu spenden.
Inhaltsstoffe dieser Cremen und Lotionen sind:
Vitamin E - Radikalfänger
Hyaluronsäure – zur Regeneration des Bindegewebes
Azulen - aus der Kamille, wirkt entzündungshemmend
Aloe Vera – wirkt entzündungshemmend, bildet eine „Schutzschicht“.
Pre- und Aftersun Lotion mit einem Schüssler-Mineralstoffgemisch bindet freie Radikale und schützt die Haut.  

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 14. Juni 2017 sprach Mag. Andreas Gentzsch aus St. Pölten über Beinwell

Klinische Studien haben ergeben, dass Salben mit Beinwell-Extrakt mindestens ebenso wirksam und verträglich sind wie häufig verwendete Schmerzgele mit dem Wirkstoff Diclofenac. Ein direkter Vergleich zeigte sogar, dass das pflanzliche Präparat in puncto Wirksamkeit dem nicht-steroidalen Antirheumatikum (Diclofenac) in einigen Teilbereichen sogar überlegen ist.

Der Echte Beinwell (Symphytum officinale) wird schon lange als Heilpflanze genutzt. Sein Name sagt bereits viel über seine medizinische Verwendung aus. In einigen Regionen wird er auch Beinwurz oder auch Wallwurz genannt. Das „Wallen“ einer Wunde bedeutete, dass sie zuwächst und heilt. Auch der lateinische Name „Symphytum“ hat eine medizinische Bedeutung und kann mit „Zusammenwachsen“ übersetzt werden.

Selbst Hildegard von Bingen und Paracelsus verwendeten ihn zur Heilung von Knochenschäden, Wunden und Geschwüren. Heute setzt man die Heilpflanze unter anderem bei Entzündungen, Prellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen ein.

Obwohl Beinwell seit Jahrhunderten bereits als Heilpflanze verwendet wird, ist auch heute noch der genaue Wirkmechanismus nicht restlos geklärt. Zu den wirksamen Bestandteilen zählen Allantoin, Schleimpolysaccharide, Gerbstoffe und Rosmarinsäure. Allantoin fördert die Wundheilung und beschleunigt die Zellregeneration. Es wird in der pharmazeutischen Industrie vielfach als Wirkstoff für Wundsalben und -cremen zugefügt. Die sogenannten Schleimpolysaccharide haben reizlindernde und resorptionsfördernde Eigenschaften.

Vor einigen Jahren wurde in einer Studie festgestellt, dass eine in dieser Pflanze vorkommende chemische Verbindung (Pyrrolizidin-Alkaloide) bei oraler Einnahme in höherer Konzentration schädlich für den Menschen ist. Obwohl Beinwell weniger als 0,1 Prozent dieses Stoffes beinhaltet, und diese Untersuchung für den Verzehr der Substanz gilt, wurde die Verwendung dieser Pflanze verboten. Erst eine Neuzüchtung von Beinwell, welche frei von diesen Alkaloiden war, ermöglichte eine medizinische Weiterverwendung dieser jahrhundertealten Kulturpflanze.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter drei Jahren dürfen Beinwell-Zubereitungen weiterhin nicht angewendet werden, da noch keine klinischen Daten zur Unbedenklichkeit vorliegen.Beinwell ist eine ausdauernde und krautige Pflanze und wächst bevorzugt an feuchten Stellen an Bachufern, auf Äckern, Wiesen und am Waldrand. Er kann bis zu einem Meter hoch werden und blüht reichlich mit rot-violetten, glockenartigen Blüten. Die Wurzeln sind verdickt und die oberirdischen Pflanzenteile sind rau oder borstig behaart. Von der Gattung Symphytum gibt es etwa 40 Arten. 

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 7. Juni 2017 sprach Mag. Dr. Angelika Borger aus Wiener Neustadt über Narbenpflege

Die Haut des Menschen kann nach Unfällen oder Operationen tiefer verletzt werden, als Folge des Wundheilungsprozesses entstehen Narben. Wenn sich diese Narben an deutlich sichtbaren Stellen befinden, können sie das Selbstbewusstsein des Einzelnen erheblich beeinflussen. Die richtige Narbenpflege kann das Erscheinungsbild von Narben deutlich verbessern, auch wenn sie nicht zur Gänze verschwinden werden.
Der erste wichtige Schritt bei der Narbenpflege ist die positive Wundheilung. Sind die Wundränder geschlossen, sollte auf Folgendes geachtet werden:

Frische Narben dürfen nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Dadurch können Pigmentverschiebungen vermieden werden, die zu dauerhaften Verfärbungen der betroffenen Körperstellen führen. Enganliegende Kleidung kann reizend wirken, Rötungen und Verhärtungen sind die Folge, nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es sich bei Narbengewebe um junge, dünne und empfindliche Hautschichten handelt. Zerrungen oder Dehnungen des Hautgewebes unbedingt vermeiden, damit die Haut nicht spannt. Daher sollten circa drei Wochen sportliche Aktivitäten gemieden werden.
Die Hautfasern benötigen circa vier bis sechs Wochen um sich miteinander zu verankern. Mit intensiver Narbenpflege sollte daher erst etwa ein Monat nach der Operation bzw. dem Unfall begonnen werden. Erfolgt die Narbenbehandlung zu früh, lösen sich die Verankerungen, die Narbe wird zwar flach, jedoch breit. Nach etwa vier Wochen hingegen hat die Haut an der Narbenstelle eine gewisse Verankerung aufgebaut, mit der Pflege kann nun zügig begonnen werden.

Narbencremes bzw. -gele enthalten zumeist Wirkstoffe, die das Gewebe elastischer machen, Rötungen und Juckreiz entgegenwirken. Eine Narbe entwickelt und regeneriert sich über einen Zeitraum von etwa 2 Jahren. In dieser Zeit reagiert das Gewebe besonders empfindlich auf positive und negative Einflüsse. Achtet man vor allem in den ersten beiden Jahren auf seine Narbe, so wird diese es mit einer unauffälligen Narbenbildung danken. Das Gewebe sollte zweimal täglich sanft mit einem entsprechenden Produkt massiert werden. Auch ältere Narben können behandelt werden. Dazu mein Tipp - bedecken sie die Narbe über Nacht dick mit dem Narbenpflegeprodukt, ein Verband darüber hilft, dass der Wirkstoff in das Gewebe besser und intensiver einziehen kann. Die Kollagenfasern werden dadurch geschmeidiger, die Narbenstruktur verbessert. Die Narbe wird weicher, flacher und blasser.
Silikonhältige Präparate schützen die Hautoberfläche und verhindern eine Austrocknung des Gewebes. Die Feuchtigkeitsbalance der Haut wird stabilisiert. Zusätzliche Feuchthaltefaktoren wie z.B. Dexpanthenolunterstützen die Wassereinbindung in die Haut.

Zwiebelextrakt wird seit Jahrhunderten vor allem wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung als Hausmittel in der Wundheilung und zur Narbenbehandlung eingesetzt. In Kombination mit Heparin (fördert Wasserbindung im Narbengewebe) und Allantoin (hilft abgestorbene Zellen aus der Hornschicht zu entfernen und erleichtert das Eindringen anderer Wirkstoffe in tiefere Hautschichten) gilt es als das Narbenpflegeprodukt schlechthin.

Omas altes Hausmittel zur Narbenpflege – Honig. Honig ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspender, der die Heilung von Narbengewebe unterstützt (durch den hohen Zuckergehalt wird Wasser aus dem Gewebe gezogen, ein feuchtes Milieu entsteht, in dem die Wunde optimal heilen kann) und bakterienabtötende Eigenschaften aufweist. Vor allem der Manuka-Honig, viele kennen ihn unter der Bezeichnung Medihoney, der aus dem Blütennektar des in Neuseeland beheimateten Manuka- Baumes gewonnen wird, zeigt hier besonders stark bakterienabtötende Eigenschaften.

Teebaumöl kann die Heilung von geschädigter und entzündeter Haut beschleunigen. Olivenöl wird mit Teebaumöl im Verhältnis 10:1 verdünnt. Nach der Massage des Narbengewebes bleibt das Öl für mehrere Stunden auf der betroffenen Hautstelle, bevor es abgewaschen wird. Das Olivenöl hält die Haut elastisch und unterstützt die Hautbildung.

Frisches Narbengewebe reagiert sehr empfindlich auf Sonnenstrahlen, da die Eigenschutzzeit von Narben aufgrund fehlender oder geringer Pigmentierung sehr niedrig ist.Durch einen Sonnenbrand wird das Narbengewebe geschädigt und in seiner Regeneration beeinträchtigt. Pigmentverfärbungen bleiben dauerhaft auffällig und verblassen nur selten. Daher ist es von ungeheurer Wichtigkeit die Narbe stets mit einem entsprechend hohen Sonnenschutz, idealerweise mit einem Sunblocker zu schützen.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 31. Mai 2017 sprach Mag. Irina Schwabegger-Wager von der Apotheke zum Auge Gottes in Gmünd über Kamille - und was sie wirklich kann

Kamille kann mehr als nur Tee. Die vielleicht bekannteste Heilpflanze wird meist nur als Tee gegen Übelkeit eingenommen, kann aber bei zahlreichen Beschwerden Linderung verschaffen.

Echte Kamille entspannt verkrampfte Muskeln im Magen-Darm-Trakt, das hilft bei Blähungen, leichten Bauchkrämpfen, Übelkeit und Verdauungsstörungen, die auch nervös bedingt sein können wie Reisekrankheit oder Durchfall. Bei Gastritis entfaltet die Kamille ihre entzündungshemmende Wirkung und auch bei den ersten Symptomen einer Erkältung kann die Kamille helfen. 

Auf Grund ihrer entzündungshemmenden und krampflösenden Wirkung verwendet man sie zur Inhalation bei Husten, da sie natürlich auch auf die Atemwege wirkt, aber sie trocknet auch ein wenig aus. Um dem vorzubeugen, mischt man sie oder verwendet sie abwechselnd mit Pfefferminze, Thymian, Eukalyptus oder Latschenkiefer.

Auch äußerlich hilft Kamille 
Tropfen oder Mundspray mit Kamille eignen sich zum Gurgeln und Spülen bei Geschwüren und Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder wenn der Hals gereizt ist. Als Badezusatz kommt sie bei Entzündungen im Anal- und Genitalbereich wie Hämorriden oder Infektionen in Form von Sitzbädern zur Anwendung. Salben und Cremen mit Kamille helfen bei leichten Hautentzündungen wie Sonnenbrand, oberflächlichen Wunden oder kleinen Furunkeln sowie bakteriell bedingten Hautproblemen wie Akne und zur Pflege von sensibler Babyhaut.

Die ätherische Ölessenz "Kamille blau" kann man auch in die Duftlampe geben, sie wirkt harmonisierend und hilft gegen Missmut und Gefühlsschwankungen. 

Das alte Hausmittel, Wattepads in Kamillentee zu tränken und bei gereizten Augen aufzulegen, kann Bakterien ins ohnehin gereizte Auge einschleppen und sollte vermieden werden. Empfehlenswert hingegen: Tropfen, die das Auge feucht halten oder die Kompressen nur mit kaltem Wasser zur Linderung verwenden.

Kamille in homöopathischen Dosen
Die beruhigende Wirkung der Kamille wirkt auch auf die Psyche, zur Schlafförderung oder bei Zahnbeschwerden bei Babys und Kleinkindern. Außerdem wird Kamille homöopathisch bei bestimmten Durchfallformen, Unruhezuständen sowie bei Windeldermatitis und Wundsein eingesetzt. Auch Erwachsene greifen bei Stress, Ärger oder Schlafstörungen gerne darauf zurück.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 24. Mai 2017 sprach Mag. Christa Herz von der Apotheke Enzersdorf an der Fischa über Medikamente im Straßenverkehr

 

Viele Medikamente können die Verkehrstüchtigkeit sehr stark beeinflussen. Sie können ähnliche Auswirkungen haben wie Alkohol. Sie setzen die Reaktionsfähigkeit herab und verändern die realistische Einschätzung von Gefahren.

 

Laut Gesetz ist es eindeutig geregelt dass man unter Einfluss von Alkohol oder Suchtgift kein Fahrzeug in Betrieb nehmen darf. Aber auch Medikamente können solche Auswirkungen. Dazu zählen vor allem Phsychopharmaka, Beruhigungsmittel, Antidepressiva aber auch starke Schmerzmittel, Mittel gegen Fieber, Antiallergiemittel, auch Mittel gegen Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck zählen dazu.

 

Die Verkehrsuntauglichkeit wird dabei vor allem durch die dämpfende Wirkung der Medikamente auf das Zentralnervensytem ausgelöst. Die Medikamente führen zu einer geringeren Aufmerksamkeit und zu einer längeren Reaktionszeit aber auch zu einer Veränderung der Reaktion. Es kommt in Folge zu einer Veränderung der Selbsteinschätzung und des Urteilsvermögen. Das wieder kann zu einem riskanten Fahrverhalten führen.
Eingenommene Schlafmittelreste können auch am nächsten Tag noch im Körper vorhanden sein und sich auch am nächsten Tag noch negativ auf das Reaktionsverhalten auswirken. Aber auch muskelentspannende Mittel können zu dieser Beeinträchtigung führen.
Manche Augentropfen können einen richtigen Film über das Auge bilden und so das Sehvermögen einschränken. Man sollte wenn möglich auf andere Alternativen zurückgreifen speziell wenn es sich nur um benetzende Tropfen handelt und diese Gele nur am Abend verwenden.
Gerade jetzt im Frühling sollte man auch mit der Einnahme von Antiallergika sehr vorsichtig sein da sehr viele sehr müde machen und wenn möglich auf andere Produkte ausweichen.
Es sind aber nicht nur die sogenannten stark wirkenden Medikamente die solche Folgen haben können auch banale Hustensäfte oder Magentropfen können auf Grund ihres Alkohlgehaltes mit großer Vorsicht eingenommen werden.
Diabetiker sollten auch immer daran denken dass es durch die Antidiabetika auch sehr leicht zu einer Unterzuckerung kommen kann und man in Folge fahrunfähig ist. Als erste Anzeichen kommt es meist zu Herzrasen und Ängste auf die man dann sofort reagieren muss und die Fahrt abbrechen.
Aufputschmittel wie Ephedrin und Koffein können auch zu einer Unterschätzung der Gefahrensituation führen und zu einem zu risikofreudigen Fahrverhalten führen.
Auch beim Besuch des Augenarztes sollte man daran denken, dass die Augen für die Untersuchung eingetropft werden und man danach nicht mehr fahrtüchtig ist und man sich eine Mitfahrgelegenheit früh genug organisiert.
Besonders gefährlich ist natürlich wenn zusätzlich zu den Medikamenten auch noch Alkohol konsumiert wird. Dann heißt es wirklich Hände weg vom Steuer!

 

Man darf aber auch nicht vergessen dass auch ein plötzliches Absetzen von Medikamenten genauso gefährlich sein kann sie eine übermäßige und falsche Einnahme. Es kann durch das Absetzen zu übermäßigen Schmerzen kommen die das Fahrverhalten und die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr stark beeinträchtigen. Es kann aber auch zu einem unerwarteten Anstieg des Blutdruckes kommen der sich auch negativ auf die Reaktion auswirkt. Daher ist es notwendig das man als Autofahrer Medikamente nur nach Rücksprachemit dem Arzt und nach dessen Anleitungen absetzt. Denn der Arzt kann dann den individuellen Abbau des Wirkstoffes berücksichtigen. Manche Medikamente wirken sehr rasch und werden auch rasch im Körper wieder abgebaut andere hingegen verweilen lange im Körper und zeigen auch nach der Einnahme noch Wirkung. Er kann aber auch erkennen ob es bei der Medikation zu einer gegenseitigen Beeinflussung und vielleicht sogar Potenzierung der Wirkung kommen kann. Denn dafür sind nicht nur die Medikamente allein ausschlaggebend sondern es spielen auch die Art der Erkankung, das Geschlecht, der Habitus und der Allgemeinzustand des Patienten eine Rolle. Daher ist es auch kaum möglich eine allgemein gültige Skala über die Beeinträchtigung durch die einzelnen Medikamente zu erstellen.

 

Die Fahrtüchtigkeit muss vom Lenker selbst festgestellt werden. Wird das Fahrverhalten durch Medikamente aber so stark beeinflusst dass Fahrfehler und körperliche Ausfallserscheinungen auftreten macht man sich nach dem Strafgesetzbuch strafbar und es sind Geld und sogar Freiheitsstrafen möglich.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 10. Mai 2017 sprach Mag. Ulrike Zöchling von der Hippolyt Apotheke in St.Pölten über DUSCHGEL selbstgemacht!

Sie können Ihr Duschgel ganz nach Ihrem Geschmack und auch nach Ihrer täglichen Laune selbst mischen:

Mit einer neutralen Shampoo-Grundlage aus der Apotheke und einer großen Palette ätherischer Öle entsteht ein individuelles persönliches Duscherlebnis!
Ob am Abend zur Entspannung, zum Stressabbau, als Einschlafhilfe oder eher am Morgen als Belebung und Muntermacher….durch den Einsatz qualitativ hochwertiger ätherischer Öle aus Ihrer Apotheke holen Sie sich regelrecht die Wirkung unter die Haut.
Beginnen Sie einfach mit 2 – 3 verschiedenen ätherischen Ölen, am besten Ihren Lieblingsdüften, die Sie in die neutrale Shampoo-Grundlage geben; je nach Öl 5 – 30 Tropfen auf 100 ml.

Lavendelöl: wirkt beruhigend,baut Spannungen ab; bei Herzklopfen, nervösen Herzbeschwerden und Schlaflosigkeit; ist sehr hautfreundlich; es ist ausgleichend und bewirkt jeweils das, was uns fehlt: bei Stress beruhigt es uns, belebt und erfrischt bei Niedergeschlagenheit. Einige Tropfen des Öls auf ein Tuch in Trockner für Bettwäsche erleichtert zusätzlich das Einschlafen.
Lavendelöl und Mandarinenöl oder Orangenöl im Duschgel kann Kindern bei schulischer Überforderung helfen.

Zitronenöl: frischer Duft, belebende, aufbauende und aufmunternde Wirkung; Duftliegt zwischen Limette und Lemongras; hilft für konzentriertes Arbeiten; stärkt auch die körpereigenen Abwehrkräfte; desinfiziert die Raumluft (einige Tropfen auf Trockenblumen oder Potpourris am Schreibtisch); 2-3 Tropfen 10 min. in kaltes Wasser macht welken Salat wieder frisch.
Verstärkte Wirkung mit Pfefferminze (bei Verkühlung), Rosmarin (durchblutungsfördernd, kreislaufstärkend) oder Thymian (verleiht Mut und Tatendrang); passt aber auch gut zu Lavendel, Zypresse (nervenstärkend) und Zeder (stabilisiert, erdet).
Mit Rosenholzöl (vertreibt negative Gedanken) und Geraniumöl (entspannt und hebt die Stimmung) im Seifenspender für das tägliche Händewaschen.
In der Dusche lässt sich auch gut ein Peeling verwenden: dazu Meersalz mit Jojobaöl oder Olivenöl mischen, ätherische Öle nach Belieben zugeben: mit Rosmarin, Wacholder und Lavendel ergibt das eine Cellulite-Mischung für seidig glatte Haut.

Für eine harmonische Mischung braucht es eine Kopf-, Herz- und Basisnote:
Kopfnote: der erste wahrgenommene Duft, z.B. Zitrone, Pfefferminz, Lemongras, Thymian.
Herznote: verbindet Kopf und Basis; z.B.Lavendel, Geranium, Neroli (das 1.Hilfe-Öl)
Basisnote: verhindert das schnelle Verflüchtigen, macht beständig, z.B. Rose, Zeder, Patchouli (kraftspendend, mutmachend)

Tipp: schreiben Sie Ihre Mischung auf, sowohl Menge als auch Zutaten – zum Wiederholen oder zum Verändern! Und bleiben Sie bei einer Wirkung - entweder beruhigend oder belebend bzw. anregend.

Es nähert sich der Muttertag und Mütter freuen sich immer besonders über ein persönliches Geschenk. Die Apotheke bietet sowohl die Möglichkeit, Mischungen anfertigen zu lassen als auch alle notwendigen Zutaten, um zu Hause eine individuelle Geschenksmischung anzufertigen.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 26. April 2017 sprach Mag. Diana Antauer aus St.Pölten über CREMEN GEGEN CELLULITE

Besonders ab dem beginnenden Frühjahr sind Celluliteprodukte beliebt. Sobald die ersten Sonnenstrahlen hervorkommen, die Röcke kürzer werden, wollen viele Frauen die unschönen Dellen schnellstens loszuwerden.

Was ist Cellulite?

Eine Ansammlung von Stoffwechselschlacken im Bindegewebe, die der Körper nicht verarbeitet und ausscheidet. Die dadurch entstehenden und äußerlich sichtbaren Dellen bezeichnet man als Orangenhaut. Besonders Po und Oberschenkel sind davon betroffen.
Durch Stoffwechselschlacken wird der Körper permanent übersäuert, was Cellulite zur Folge hat. Mineralstoffe, die zur Neutralisierung dienen, sind aufgebraucht, so dass sich Giftstoffe aus falscher Ernährung, Medikamenten, Nikotin und Alkohol im Gewebe festsetzen können. Cellulite entsteht nicht nur durch ungesunde Lebensweise. Auch Menschen mit schwachem Bindegewebe haben vielfach unter Orangenhaut zu leiden. Zudem sind hauptsächlich Frauen aufgrund ihrer Gewebestruktur betroffen und kaum Männer.
Orangenhaut lässt sich nicht in jedem Fall beseitigen, selbst sportliche Menschen leiden unter ihr. Man hat jedoch einen starken Einfluß darauf wie ausgeprägt sie ist. Ein Zusammenspiel aus Sport, Ernährung und äußerlichen Anwendungen ist am effektivsten.

Zu den äußerlichen Anwendungen zählen
- Cremen oder Öle
- Massagen mit speziellen Handschuhen
- Wechselduschen (beeinflussen den Lymphfluss und fördern die Durchblutung)
- Tragen von speziellen Strumpfhosen, die das Bindegewebe stützen
- Trockenbürsten (gehören zu den einfachsten Hausmitteln gegen Cellulite)

Anticellulitecremen können durchaus zu einem besseren Erscheinungsbild der Haut beitragen. Sie wirken unterstützend, können aber keine Wunder bewirken. Sie sollten auf jeden Fall regelmäßig und langfristig angewendet werden, um optimale Erfolge zu erzielen. 3-4 Wochen dauert es mindestens, um sichtbare Erfolge zu verzeichnen. Gut gegen Orangenhaut ist definitiv alles, was massierend wirkt.

Bevorzugte Inhaltsstoffe in Cremen oder Ölen sind:

  • Koffein
    Besitzt entwässernde Eigenschaft, somit kommt es zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Haut sowie zu Straffungseffekt. Es fördert den Abbau von unter der Haut liegendem Fett und regt auch die Durchblutung an.
  • Ätherische Öle wie z.B. Rosmarin, Thymian, Minze, Basilikum, Orange. Sie aktivieren die Durchblutung. Ein positiver Nebeneffekt dabei ist, dass sie den Cremen einen angenehmen Duft verleihen.
  • Aloe vera. Es nährt, erfrischt und repariert die Haut. Dazu ein Aloe Blatt aufschneiden und das Gel entnehmen. Mit Zucker und Olivenöl vermischt auftragen.
  • Verschiedene Pflanzenöle wie z.B. Efeu, Brennessel, Schachtelhalm, Minze, Linde. Sie stimulieren das Bindegewebe, stärken es und sorgen für eine gute Durchblutung, die den Fettabbau fördert.
  • Algen. Sie haben stoffwechselanregende Wirkung, entwässern, entsäuern und entschlacken auf natürliche Weise. Die Haut wird mit wertvollen Mineralstoffen bei regelmäßiger Anwendung versorgt und zeigt bald einen deutlichen Effekt. Sie wird straffer und glatter und zeigt höhere Elastizität. 
  • Algenschlamm wird für Schlammpackungen verwendet. Dazu wird der Algenschlamm auf die zu behandelnden Körperpartien aufgetragen, mit einer Plastikfolie umwickelt, die Temperatur wird dadurch erhöht und die Wirkstoffe können gut in die Haut eindringen.
  • Kokosöl. Ein natürlicher Feuchtigkeitsspender, hilft bei der Regeneration der Haut. Vermischt mit ein paar Tropfen Zitronenessenz (durch die Antioxidantien der Zitrusfrüchte wird das Lymphsystem stimuliert und Schadstoffe werden abgebaut) und Grapefruitsaft ergibt es ein angenehmes Celluliteöl.
  • Capsaicin. Ein Produkten mit wärmenden Effekten. Nach der Anwendung entsteht ein Wärmegefühl, das vom Grad der Verschlackung abhängig unterschiedlich ausgeprägt ist und circa eine Stunde anhält.


MASSAGETIPP
Die betroffenen Stellen mit der Creme oder dem Öl einmassieren. Immer in Richtung des Herzens! Dabei ein Bein aufstellen und von den Knien bis zu den Hüften einstreichen. Je nach Empfinden geben sie mehr oder weniger Druck auf die Handflächen und Handballen. Eventuell kann die Creme gemeinsam mit einer Noppenbürste oder Roller aufgetragen werden. Dadurch zeigt sich ein zusätzlicher Massageeffekt, der den Abbau von Fettdepots und Wassereinlagerungen intensiv ankurbelt.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 19. April 2017 sprach Mag. pharm. Heinz Haberfeld von der Landschafts–Apotheke in Baden über  Hausstaubmilben- und andere Allergien

Es ist wieder soweit – die Bäume und Pflanzen beginnen zu blühen, die Natur erwacht und die Temperaturen laden wieder zu langen Spaziergängen im Freien ein. Für Pollen-Allergiker bedeutet der Frühling eine massive Belastung. Aber nicht nur das Frühlingserwachen der Pflanzen, sondern viele andere Stoffe , Tierhaar- Epithel oder auch die Hausstaubmilbe führen bei immer mehr Menschen zu Allergien. Dies führt von Entzündungen der Schleimhaut der Atemwege bis hin zum allergischen Asthma.. In vielen Fällen gibt es dagegen aber Abhilfe. 

Was ist eine Allergie- was passiert da im Körper?

Allergie ist ein Oberbegriff für die Neigung des Körpers, mit krankmachender Überempfindlichkeit des Immunsystems auf körperfremde, sonst aber meist harmlose Stoffe, zu reagieren. Hierbei kommt es nach Sensibilisierung des Organismus zur vermehrten Bildung bestimmter Antikörper und in der Folge zur Freisetzung von Histamin und anderen Substanzen aus Mastzellen, die dann die allergischen Symptome verursachen.

Mann kann ja nicht nur auf Pollen allergisch sein. Was kann noch Allergien auslösen?

Pollen gehören zu den wichtigsten Allergieauslösern:
• Gräserpollen wie Lieschgras oder Wiesenfuchsschwanz, Getreide wie Hafer, Weizen, Gerste, Roggen
• Baumpollen wie Erle, Hasel, Birke, Kreuzallergie zu Äpfel und Nüssen
• Kräuterpollen wie Ragweed, Beifuß,(Kreuzallergie zu Fenchel, Anis, Kümmel, Sellerie, Karotte), Margarite, Löwenzahn, Raps
Tierallergene:
Epithelien wie Hautpartikel, Haare, eingetrockneter Speichel, Fell von Katze, Hund, Mäusen, Ratten
Federn von Wellensittichen oder Papageien
Kotprotein von Tauben, Mäusen, Hühnerkot

Milben: Hausstaubmilbe in Polstermöbeln, Matratzen, Teppichen

Insektengifte von Bienen und Wespen

Nahrungsmittel und Gewürze: Milch, Fisch und Hühnereiweiß, Soja, Krebstiere, Äpfel, bei Birkenpollenallergie Nüsse, Nektarinen, Pfirsich, Kiwi, Sellerie, Gewürze, Mehle, Backmittel

Arzneimittel: Antibiotika wie Penicilline, Sulfonamide, Schmerzmittel wie Salicylate, Rheumamittel

Berufsallergene:
Friseur: Mittel zum Färben, Bleichen und Fixieren
Medizin: Latexallergie
Bäcker: Mehlstauballergie

Wie kann festgestellt werden, wogegen ich allergisch bin?

Ein ausführliches Gespräch mit Ärzten ergibt erste Hinweise auf eine Allergie oder kann die möglichen Allergene eingrenzen. Wann treten die Symptome z.B. auf?
Hauttest: Prick-Test, bei dem verschiedene Substanzen auf die Haut aufgetragen werden, die Haut mit einer Lanzette leicht geritzt wird. Bei positiver Reaktion tritt an der Teststelle eine juckende Quaddel mit gerötetem Hof auf.
Bluttest: Hier werden Antikörper im Blut nachgewiesen. 
Provokationstest: Welche Beschwerden treten bei allergischen Reaktionen auf? Die Beschwerden können an verschieden Organen auftreten:
Nase: Schnupfen, Niesen, Juckreiz, verstopfte, rinnende Nase
Auge :Bindehautentzündung, Rötung, Juckreiz
Bronchien, Lunge: Husten, Bronchitis, Atemnot, Asthma
Haut: Schwellungen, Entzündungen, Juckreiz, Ausschläge
Magen-Darm Trakt: Durchfälle, Erbrechen
Kreislauf: Blutdruckabfall, Herzrasen, Schock (Bienengiftallergie)

Wie können Allergien behandelt werden?
Wenn man das Allergen kennt, sollte man den Kontakt damit vorbeugend vermeiden.
Allergenkarenz z.B. Nahrungsmittel, Tierkontakt, Medikamente, Nickel
Bei der Hausstaubmilbe ist dies nur schwer möglich. Sie gehört zu den Spinnentieren, ca. 0,1 bis 0,5 mm groß, mit freiem Auge nicht sichtbar. Hält sich vorwiegend im Schlafzimmer auf, lebt dort ca.3 Monate. Alle 3 Wochen kommt eine neue Generation. Eine Matratze kann bis zu 2 Millionen Hausstaubmilben beherbergen. Sie ernährt sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen. Allergen sind die Ausscheidungsprodukte, der Kot der Milben. In 1 g Hausstaub befinden sich ca. 10.000 solcher Kotbällchen. Im Bett sind ideale Lebensbedingungen für die Milbe: 25- 30 Grad Celcius und hoher Luftfeuchtigkeit, unserer Körper gibt über den Atem und die Haut Feuchtigkeit ab.

Allgemeine Maßnahmen gegen die Hausstaubmilbe:

Mehrmals täglich kurz lüften. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur ca 18 Celsius haben, die Luftfeuchtigkeit ca. 50 %.
Möglichst glatte Flächen, Holzböden, Fliesen. Teppichböden meiden, Bettwäsche bei 60° C waschen, Akarizide (z. B. mit Benzylbenzoat)verwenden, Schaum, Spray) als Zusatz zu Waschvorgang geben. Überzüge für Matratzen, Polster, Tuchent verwenden, die für Wasserdampf und Luft durchlässig sind, die aber Milben und Milbenkot nicht durchlassen.
Kuscheltiere, Stofftiere, Decken, Polster über Nacht in die Tiefkühltruhe  bei –20 bis –25 oC geben oder 1 Stunde in trockenen Zustand bei 60° C im Wäschetrockner erhitzen.

Welche Möglichkeiten zur Therapie stehen zur Verfügung?

Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten :
1.) Symptomatische Therapie mit Medikamenten die als Antihistaminika bezeichnet werden, sowie Kortisonpräparate, die lokal oder systemisch angewendet werden, Leukotrienantagonisten
Antihistaminika werden als Nasensprays, Nasentropfen, Augentropfen, Tabletten, Brausetabletten, Salben oder Gele angewendet. Auch Schleimhaut abschwellende Medikamente in Form von Tropfen, Sprays, Gele und Salben sowie Kochsalzlösung oder Meersalzlösungen zum Reinigen kommen zu Einsatz.

2.) Kausale Therapie; Hyposensibilisierung
Durch Hyposensibilisierung, bei der das auslösende Allergen in steigender Konzentration unter die Haut gespritzt wird, anfangs wöchentlich, nach 6-8 Wochen 1 x im Monat. Die Therapie dauert üblicherweise 3 Jahre.

Warum ist es wichtig, eine Allergie rechtzeitig zu behandeln?

Wenn man nicht rechtzeitig eine kausale Therapie einleitet, besteht die Gefahr, dass die Erkrankung weiter fortschreitet und nicht z.B. auf die Nase oder Augen beschränkt bleibt, sondern dass ein sogenannter Etagenwechsel eintritt und die Beschwerden die Bronchien, die Lunge betreffen und sich letztlich ein allergisches Asthma bronchiale entwickeln kann.

Wie können die Symptome bei allergischem Asthma behandelt werden?
Bei Asthma:
• Inhalation von Kortison gegen die Entzündung und bronchienerweiternde Medikamente 
• Leukotrienantagonisten in Tabletten 1 x tgl. abends alternativ zu Kortison oder in Kombination mit Kortison
• bei schwersten Formen von allergischen Asthma werden monoklonale Antikörper gespritzt (nur von Spezialisten!)
• bis hin zur Gabe von Adrenalinspritzen zur Selbstapplikation in Notfällen bei Bienengiftallergie. Lebensrettende Sofortmaßnahme bei allergischem Schock

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 12. April 2017 sprach Mag. Andreas Gentzsch in St. Pölten über Roten Reis als Cholesterinsenker 

Ideale Blutfettwerte können laut einer aktuellen Studie nur 13 Prozent der Bevölkerung vorweisen. Dabei gibt es auch natürliche Hilfsmittel, wie etwa den roten Hefereis. Dieser hilft die Cholesterinwerte zu senken.

Gerade zu Ostern sind die Cholesterinwerte ein beliebtes Thema. Dabei sind Eier gar nicht die Hauptverursacher von erhöhten Blutfettwerten. Etwas mehr als 230 Eier pro Person werden laut Statistik Austria in einem Jahr in Österreich gegessen. Eier von glücklichen Hühnern sind grundsätzlich gesunde Lebensmittel, sie enthalten Nährstoffe, Mineralien, Vitamine, viele Proteine und gesättigte, wie auch ungesättigte Fettsäuren. Dazu kommen noch etwa 210 Milligramm Cholesterin in jedem Ei. Bei einer ausgewogenen Ernährung, bestehend aus viel Gemüse, Obst oder Ballaststoffen, ist diese Zahl an Eiern nicht bedenklich.

Bei erhöhtem Cholesterinspiegel sollte eine Ernährungsumstellung mit sportlichen Aktivitäten kombiniert werden. Außerdem gibt es natürliche Heilmittel sowie chemische Cholesterinsenker, die helfen können. Eines der effizientesten natürlichen Heilmittel kommt aus dem fernen Asien. Schon seit vielen Jahrhunderten kennt die chinesische Medizin die erstaunliche Wirkung von rotem Hefereis auf belastetes Blut.

Roter Hefereis wird hergestellt indem weißer, gekochter Reis mit einem Hefepilz versetzt wird. Nach einiger Zeit hat dieser Pilz den Reis vollständig durchzogen und einheitlich rot gefärbt. Anschließend wird der Reis zu Mehl vermahlen. Die Wirkungsweise hat 1979 ein japanischer Wissenschafter erforscht und dabei den cholesterinsenkenden Wirkstoff Monakolin K entdeckt. Die Erkenntnisse über die Wirkung auf Blutfette fanden in der Pharmaindustrie größtes Interesse und führten in der Folge zur Entwicklung der ersten chemischen Cholesterinsenker. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden im Laufe der Jahre die heute vielfach verwendeten chemischen Cholesterinsenker hergestellt.

Erst vor wenigen Jahren begann man wieder vermehrt nach Cholesterinsenkern aus der Natur zu suchen. So erwachte das Interesse an rotem Reismehl, der Ursprungssubstanz aller Cholesterinsenker. Produkte, die die Wirkstoffe Monakolin K oder rotes Reismehl enthalten, gibt es in großer Zahl, berichtet der Apotheker. Teilweise werden die Mittel auch als Mischungen mit anderen pflanzlichen Bestandteilen, wie zum Beispiel der Berberitze, angeboten. 
Vermeiden sollte man allerdings den Konsum von rotem Reismehl als Rohsubstanz. Wie bei jeder Medizin muss die Dosis genau eingehalten werden, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Auch die Kombination von Nahrungsergänzungsmitteln mit rotem Reismehl mit rezeptpflichtigen Cholesterinsenkern kann zu Nebenwirkungen führen.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 5. April 2017 sprach Mag. pharm. Dieter Kröner von der Raimund-Apotheke in Pernitz über Kieselsäure - Nähstoffe für Haut und Haar

Brüchige oder weiche Nägel weisen beispielsweise auf eine schlechten Allgemeinzustand, eine vorübergehende Abwehrschwäche oder einen Mangel an Spurenelementen und Mineralstoffen hin. Auch Sonne, Wind und Luftverschmutzung, mechanische Beanspruchungen oder häufige Pflege wie fönen, färben bzw. lackieren beeinträchtigen die Strukturen erheblich. Sie können zum Beispiel auf einen Mangel an Silizium hinweisen, dem nach Sauerstoff am weitesten verbreiteten Element auf der Erde. In der Natur ist Silizium nie in reiner Form zu finden, sondern immer in Verbindung mit Sauerstoff als Siliziumdioxid. Dessen Säure wird als Kieselsäure bezeichnet.

Haben Sie schon einmal beobachtet, wie viel Wasser ein Schwamm aufsaugen kann? Seinen vielen winzigen Öffnungen entgeht kein Tropfen. Die Oberfläche ist einfach zu groß. Ähnlich verhält sich Kieselsäure, wenn sie hochkonzentriert als sehr kleines Teilchen in flüssiger Form verabreicht wird. Dann ist sie hochaktiv, wenn es darum geht, sich zu binden. Keine andere Substanz kann das 300-fache ihres Gewichtes an Wasser binden.
Die ungewöhnliche Bindungsfähigkeit gilt auch für Wundsekrete, Krankheitserreger und Giftstoffe. Für den menschlichen Organismus ist vor allem die Fähigkeit der Wasserbindung in den Zellen eine notwendige Voraussetzung für viele Stoffwechselprozesse. Ein ausreichender Wasserhaushalt gewährleistet, dass die Zellen genügend Nährstoffe erhalten und trägt so zur Elastizität von Bindegeweben und Blutgefäßen bei.

Die große reaktionsfähige Oberfläche von kolloidaler Kieselsäure hat eine hohe Bindungskraft gegenüber Entzündungserregern wie Bakterien oder Viren, die dadurch unschädlich gemacht werden. Die entzündungshemmende Wirkung ist sowohl bei innerer Anwendung im Rachenbereich und im Magen-Darm-Trakt nachgewiesen, als auch bei äußerlicher Anwendung bei Wunden und kleineren Verletzungen, Akne, Hautreizungen und Geschwüren (wie dem offenen Bein).
Was Haut und Nägel betrifft, ist eine kurmäßige Anwendung über 8-12 Wochen zu empfehlen. Erste Erfolge zeigen sich nach einigen Wochen, da Haut, Haare und Nägel diese Zeit brauchen, um sich zu erneuern.
Die gleichzeitig kühlende Wirkung von kolloidaler Kieselsäure ist von Vorteil bei Sonnenbrand und anderen leichten Verbrennungen sowie Insektenstichen.

Kieselsäure eignet sich bei entsprechenden Beschwerden auch in Kombination mit Zink, trägt zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel bei; Mangan für Bindegewebsbildung  sowie Selen und Biotin zur Erhaltung normaler Haare und Nägel.

Kieselsäure in Gelform ist zur Anwendung auf der Haut bei lokalen Hautreizungen, wie z. B. leichten Verbrennungen sowie kleinflächigem Sonnenbrand, kleinen Verletzungen (z.B. durch Rasur) und Pickeln geeignet.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 29. März 2017 sprach Mag. pharm. Ulrike Zöchling über Gewürze zum Entschlacken und Reinigen

Seit jeher kommen Gewürze, Kräuter und Pflanzen sowohl in der Hausapotheke als auch in der Küche zum Einsatz, auch aus dem chinesischen und indischen Raum. Für die einen sind es nur Gewürze, für die anderen sind es Hausmittel, deren entschlackende und stoffwechselanregende Wirkung schon seit langem bekannt ist.

Fast Food, Süßigkeiten, reichlich tierisches Eiweiß aus Fleisch und Wurst…. so entstehen Ablagerungen im Darm und verhindern, dass wichtige Nährstoffe über die Darmwände aufgenommen werden können. Erfolgreiches innerliches Reinigen funktioniert nur, wenn dieser Teufelskreis durchbrochen wird. Dabei hilft das Wissen über Gewürze und Kräuter: ihre ätherischen Öle und Scharfstoffe helfen beim Entgiften von Darm und Leber. Schließlich ist die Leber unser Entgiftungsorgan Nummer eins! Und: Gewürzeeignen sich wunderbar zur Bereicherung des täglichen Speiseplans.

Ob Chili, schwarzer Pfeffer oder Korianderblätter – damit kann man den Stoffwechsel auf Trab halten. Da wäre etwa der Cayenne-Pfeffer, eigentlich sind es gemahlene Chili-Schoten. Chili enthält den Wirkstoff Capsaicin, wirkt auf die Thermorezeptoren im Mund: das bringt Schärfe, Schweißausbruch, und hilft bei der Verdauung. Der Scharfstoff Capsaicin regt alle Verdauungsvorgänge an, erhöht die Speichelproduktion um das 10- bis 20-fache.

Ingwer, frisch oder gemahlen, übt er auf den Stoffwechsel eine wärmende Wirkung aus: seine Enzyme wirken gegen Schlackenbildung im Darm, also eine Reinigung von innen. Etwas Ingwerpulver in heißer Milch verrührt, hilft auch in der Anfangsphase einer Erkältung.

Wie wärs mit einem Entschlackungs-Smoothie? Mit frischen Brennesselspitzen, jungen Löwenzahnblättern und -blüten, Liebstöckl, Rosmarin, Thymian, Koriander, einer Prise Chili und etwas schwarzen Pfeffer: seine Bioperine fördern die Darmdurchblutung und verbessern die Aufnahme der Naturstoffe. Mit Brennesseltee auffüllen bzw. verdünnen.

Galgant und Fenchel unterstützen die Verdauung und regen zusätzlich den Kreislauf an. Fenchel hat günstige Wirkung auf Verdauung und Magen sowie Körper- und Mundgeruch – auch die Haut entgiftet beim Entschlacken!
Hildegard von Bingen Suppen mit Galgant, Bertram, LIebstöckl und Gemüse eignen sich hervorragend als leicht bekömmliche warme Mahlzeit…..und sparen Geschirr: einfach Suppenpulver in einer Tasse mit heißem Wasser übergießen – fertig!

Die Brennnessel beseitigt Gifte und Stoffwechselendprodukte aus dem Verdauungstrakt, indem sie die Nierenfunktion anregt. Es wird nun mehr Wasser und mit dem Wasser auch ein höherer Anteil an Toxinen und Schadstoffen ausgeschieden. Als Tee mit frischem Zitronensaft oder die jungen Blätter von der Triebspitze im Smoothie bringen viele Antioxidantien, Calcium, Eisen und Vitamin K.

Löwenzahn: die Wurzel ist blut- und nierenreinigend, verbessert Leber- und Gallenfunktion und Verdauungstätigkeit, hat viele Mineralstoffe, Eiweiß und AO; ernten von September bis März, schneidet sie klein und bereitet sie als Salat zu. Oder im grünen Smoothie mit Blätter, Blüten und Blütenstängel.

Mariendistel: schützt die Leberzellen vor Giftstoffen und fördert die Regeneration der Leber und die Neubildung von Leberzellen.

Kurkuma oder Gelbwurz, die asiatische Wurzel, ist reich an ätherischen Ölen, gilt als anti-oxidativ und bindet so freie Radikale. Die intensive Farbe auf z.B. Reis macht ihn schön gelb, peppt Currys auf und passt auch in einen Brotteig.Die ätherischen Öle dieser Knolle steigern die Durchblutung aller Verdauungsorgane. Anwendung: Reisgerichte, Fleischsoßen und Eierspeisen mit Kurkuma würzen (schmeckt ähnlich wie der Verwandte Ingwer, aber nicht so intensiv und leicht bitter). Kurkuma steckt auch in jedem Curry, gibt ihm die gelbe Farbe.

Zu guter Letzt auch noch Tipps aus der Traditionellen Chinesischen Medizin: die 5-Elemente-Lehre (Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall) ordnet den Frühling dem Holzelement zu: Leber und Gallenblase. Die Energie der Leber sollte harmonisch und gleichmäßig sein, ohne Druck, hier werden auch die Emotionen gespeichert. Die Gallenblase steht für Entscheidungs- und Entschlusskraft. Saure Nahrungsmittel, die erfrischen, grüne Gemüsesorten, Salate, Kräuter werden dem Holzelement zugeordnet.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 22. März 2017 sprach Mag. pharm. Gilbert Zinsler von der Landschafts-Apotheke in Horn über Zimt und Bittergurke bei Diabetes

Warum kann Zimt gegen Diabetes wirken?
Beim Diabetes-Typ-2 produziert der Körper zwar normale Mengen des Hormons Insulin, jedoch verlieren die Zellen im Muskel- und Fettgewebe die Fähigkeit, darauf zu reagieren: Man spricht von Insulinresistenz. Der notwendige Zucker wird nicht in die Zellen hineintransportiert und verbleibt im Blut. Schon vor einiger Zeit hat man festgestellt, dass sich die Fähigkeit der Zellen, auf das Insulin zu reagieren, durch die Gabe von Zimt wiederherstellen lässt.
Zimt enthält eine wasserlösliche Substanz MHCP (=Methylhydroxy- Chalzone-Polymer), die den Zellen die Botschaft „mehr Zucker aufnehmen“ wieder mitteilt und in Folge den Blutzuckerspiegel rasch sinken lässt. MHCP hat aber nicht nur einen positiven Einfluss auf die Insulinaufnahme in die Zellen, sondern senkt auch die Cholesterinmenge und den Fettanteil im Blut.

Ist Zimt ein geeignetes Mittel um Diabetes vom Typ II zu behandeln?
Wir hier in der Sendung und alle Gesundheitsexperten betonen immer wieder, dass alle Therapien nicht so gut sind, wie ein gesunder Lebensstil. Aber bei keinem andern Thema lässt sich wohl so viel erreichen, wie beim erworbenen Diabetes: Bewegung und Ernährung sind die wichtigsten Maßnahmen!
Sollte der Blutzucker nur geringfügig erhöht sein, und Bewegung nicht genügend helfen, können Zimtkapseln eine Möglichkeit sein. Zimtpräparate sind aber in Österreich Nahrungsergänzungsmittel, für die es keine wissenschaftlichen Prüfungen gibt. Bei längerfristig erhöhten Blutzuckerspiegeln ist die ärztliche medikamentöse Therapie jedenfalls wichtig und notwendig.
Manche Ernährungswissenschaftler empfehlen, Zimt begleitend zur Diabetestherapie regelmäßig anzuwenden, hier könnte ein zusätzlicher Nutzen möglich sein.

Wo sehen Sie die Probleme bei der Anwendung von Zimt bei der Behandlung der Zuckerkrankheit?
Wenn man den wissenschaftlichen Untersuchungen Glauben schenken darf, dann sollte man mindesten mehrere Gramm Zimt einnehmen um den Blutzuckerspiegel zu senken. Das erscheint schwierig und es ergeben sich dadurch auch Probleme mit Nebenwirkungen des Zimtpulvers.
Jedenfalls sind gut gezuckerte Bäckereien, wie Zimsterne und Zimtschnecken kein probates Mittel um den Diabetes in Griff zu bekommen….

Eine exotische Pflanze, die gegen Diabetes helfen soll ist die Bittergurke. Wie hilft diese Pflanze?
Die Bittergurke ist auch als Bittermelone bekannt ist eine tropische Pflanze, die in Afrika, Asien und Südamerika weit verbreitet ist. Die Früchte und Samen enthalten u.a. insulinähnliche Peptide und eine Gruppe von Saponinen. Die verschiedenen Wirkstoffe sollen die Zuckerkonzentration in Blut und Harn senken, indem sie Insulin-ähnlich wirken und werden bei Typ II-Diabetes immer wieder beworben.

Wirkt die Bittergurke daher nicht bei Diabetes? Können Sie die Bittergurke empfehlen?
Der blutzuckersenkenden Wirkung von Bittergurke bei Typ-II-Diabetikern stehen einerseits noch die schlechte medizinische Studien und auch Produkte am Markt gegenüber, die meist ungenügende standardisiert und deklariert sind. Die Anwendung von Bittergurke ist daher zusätzlich zur medikamentösen Therapie, Ernährungsempfehlungen und einem sinnvollen Bewegungsprogramm bei Typ-II-Diabetikern zu sehen. Allerdings wurde die Blutzucker senkende Wirkung wurde sowohl im Tierversuch als auch am Menschen nachgewiesen. In welchem Ausmaß und in welcher Form die Bittergurke wirkt scheint aber bis heute unklar. (Vorgeschlagene Mechanismen sind Insulin-ähnliche Effekte, Stimulation der pankreatischen Insulinsekretion, verringerte hepatische Gluconeogenese, gesteigerte hepatische Glykogensynthese und erhöhte periphäre Glucoseoxidation.)

Gibt es auch andere mögliche Anwendungsgebiete für die Bittergurke?
Auch wenn die Wirkung bei Diabetes wissenschaftlich umstritten ist, aktivieren die Inhaltsstoffe der Bittergurke jedenfalls den Stoffwechsel.  Die bitteren Pflanzenteile wirken sie auf den Organismus Stoffwechsel anregend und reinigend, sie fördern die Fettverdauung. Somit wird diese Pflanze seit vielen Jahren auch zum Abnehmen aufgrund ihres vielfältigen Wirkspektrums geschätzt: Aber was für Übergewichtige - und hier trifft sich der Anwendung mit der Diabetes Therapie  -noch viel entscheidender ist, – dass diese Bitterstoffe den Heißhunger auf Süßes hemmen. So ist durchaus eine kontinuierliche Gewichtsabnahme auf natürliche Weise möglich. 

Wie kann man die Bittergurke anwenden, oder einnehmen?
Klassisch ist die Anwendung in Form von Tees, die oft nach dem lateinischen Namen der Pflanze benannt sind Momordica charantia. Es gibt aber auch mittlerweile Kapseln – oft auch in Kombination mit Zimt, Chrom und Zink, die alle gemeinsam positive Wirkung auf den Insulinspiegel haben sollen.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 15. März 2017 sprach Mag. pharm. Dieter Kröner in Pernitz über Darmgesundheit – sanfte Hilfen für den Darm

Der Darm ist der Sitz unseres Immunsystems, bei vielen Allergien ist ein nicht gesunder Darm beteiligt und in ihm wird ein Großteil unserer Nahrung aufgenommen.
Die Darmwand stellt eine mechanische Barriere für Mikroorganismen dar. Nur winzige Moleküle wie Nährstoffe, Elektrolyte und Wasser sollten sie im Idealfall überwinden können. Bei einigen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (wie Colitis ulcerosa) ist die Zellschicht der Darmwand jedoch "durchlässiger" für Krankheitserreger oder ihre abgegebenen Gifte. Für einige Probiotika (Darmbakterien) konnte im Experiment gezeigt werden, dass sie den Zellverband der Darmwand stärken und die Barriere dadurch besser "abdichten".
Ohne Darmbakterien ist eine funktionierende Verdauung nicht möglich. Der Darm gilt aber auch als der Sitz des Immunsystems. 80% aller Abwehrzellen, die unser Immunsystem bilden und für Wohlbefinden sorgen, haben ihren Sitz im Darm.

Probiotika scheinen auch den Verlauf von Atemwegsinfekten beziehungsweise Erkältungskrankheiten positiv zu beeinflussen. In Studien, in denen Kinder und ältere Menschen über die Wintermonate hochdosierte Probiotika (mit z.B. Laktobazillen) verzehrt hatten, traten solche Infekte seltener auf.
Doch dies ist nur möglich, wenn auch genügend gesunde Bakterien im Darm vorhanden sind. Da der Darm über ein eigenes Nervensystem verfügt, spielen seelische Belastungen und Stress eine nicht unbeachtliche Rolle im Zusammenhang mit einer optimalen Darmgesundheit.
Man isst zu viel, zu schwer, zu spät am Abend. Der Darm hat keine Zeit sich zu erholen, da er ständig überfordert wird!
Blähbauch, Reizdarm, Darmentzündung, das Immunsystem leidet, Krankheitserreger können über den Darm den Körper befallen
Die Häufigkeit von Allergien bei Schulkindern liegt bei 30%. Tendenz steigend.
Hoch konzentrierte Darmkeime lassen Erreger ihr Allergien und Entzündungen auslösendes Potenzial nicht entfalten.
Nach einer Antibiotika-Therapie etwa ist die Darmflora häufig aus dem Gleichgewicht geraten. Einige Probiotika helfen, die Darmflora wieder aufzubauen und die Durchfalldauer zu verkürzen.
Ballaststoffe haben eigentlich den falschen Namen - sie sind kein Ballast, sondern sind für den Körper einfach unverdaulich.
Wichtig sind sie aber, weil sie Flüssigkeit speichern und wieder abgeben und durch Quellen die Darmtätigkeit anregen. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind z.B.: Vollkornbrot, Naturreis, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sowie aus der Apotheke: Leinsamen, Flohsamen, Guarkernmehl

Noch ein paar Tipps:.

  • Bewegung bewegt auch den Darm!
  • Genügend Flüssigkeit - zumindest 2 Liter pro Tag benötigt der Darm für den Abtransport der Giftstoffe aus dem Körper
  • Abführmittel nicht zu lange anwenden: machen den Darm träge, eine natürliche Stuhlregulierung ist praktisch unmöglich
  • Entspannung verhindert eine Beeinträchtigung des Darms - die Bakterienflora bleibt erhalten
  • Darmreinigung einmal jährlich hilft dem Körper faulende und gärende Nahrungsreste aus dem Darm zu eliminieren
  • Präbiotische Ballaststoffe nähren z.B. Bakterien. Sie finden sich z.B. in Artischocken, Porree, Zwiebeln, Schwarzwurzeln oder der Löwenzahnwurzel. Das Präbiotikum Inulin kann in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Da der Verzehr dieser Nahrungsmittel mitunter anfänglich zu Blähungen führt, sollte mit einer niedrigen Menge bei der Einnahme begonnen werden, die langsam gesteigert wird.

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 In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 8. März 2017 sprach Mag. Christa Herz aus Enzersdorf an der Fischa über Leinöl 

Leinöl ist ein hochwertiges Naturprodukt mit einem sehr hohen Anteil an ungesättigten Omega 3 Fettsäuren. Dadurch wirkt es sich positiv auf den Cholesterinspiegel und auf das gesamte Immunsystem aus.

Herstellung
Es wird aus den reifen Samen des Flachs, der eine heimische Ackerpflanze ist hergestellt. Die Leinsamen werden dann entweder heiß oder kalt (max. +40 Grad C) gepresst. Schonender ist die so genannte Kaltpressung, da dabei die Vitamine und Nährstoffe am besten erhalten bleiben. Aber, unabhängig davon wie es gepresst wird, durch den hohen Gehalt an Fettsäuren oxidiert es bei Kontakt mit Sauerstoff sehr schnell und wird dadurch bitter. Das erklärt auch seine relativ kurze Haltbarkeit. Von etwa 2 Monaten. Es sollte daher kühl und dunkel am besten im Kühlschrank gelagert werden. Es hat einen sehr niedrigen Schmelzpunkt von -20 Grad und ist hier noch flüssig und kann daher auch in der Tiefkühltruhe gelagert werden.
Am besten man kauft es frisch in kleinen Flaschen. Es hat einen ausgeprägt nussigen Geschmack und daher auch nicht jedermanns Sache.

Omega 3 Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren nehmen neben Omega-6-Fettsäuren eine Sonderstellung unter den Fettsäuren ein, da es sich bei ihnen um essentielle Fettsäuren handelt, das heißt sie können von Körper nicht selbst produziert werden und müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden. Man unterscheidet die EicosapentansäureDocosahexaensäure die beide in Kaltwasserfischen und Sardellen vorkommen und die Alpha-Linolensäure., die in bestimmten Pflanzenölen und Nüssen vorkommt.
Der tägliche Bedarf liegt bei 1,5g das entspricht einem Esslöffel Öl pro Tag oder zwei Portionen Kaltwasserfisch pro Woche.
Für unsere Gesundheit ist es wichtig, dass wir weniger gesättigte Fettsäuren und tierische Produkte zu uns nehmen, und dass auch das Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren im richtigen Bereich liegt. Empfohlen wird das Verhältnis 5:1. Das ist deshalb wichtig da die beiden Fettsäuren um den Einbau in die Zellmembran konkurrieren. In diesem Verhältnis werden vermehrt Omega 3 Fettsäuren für die Produktion von positiv wirkenden Signalstoffen herangezogen. Die Gewebshormone die aus diesen Omega 3 Fettsäuren dann entstehen (Prostaglandine) wirken entzündungshemmend, verringern die Blutgerinnung und wirken sich günstig auf den Blutdruck aus und dienen der Prävention von Artherosklerose. Ist das Verhältnis aber ungünstig werden mehr entzündungsfördernde Substanzen produziert die dann bestimmte Erkrankungen wie etwa kardiovaskuläre Erkrankungen begünstigen.
Sie besitzen also gesundheitsfördernde Wirkung im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen und möglicherweise auch bei Diabetes mellitus, bei Demenz, der psychischen Gesundheit und bei Rheumatoider Arthritis.
Bei den kardiovaskulären Risikofaktoren wirken sie sich positiv auf die Blutfettwerte aus indem sie die Triglyceridwerte und die Ldl Cholesterinwerte senken und die guten HDL Cholesterinkonzentration erhöhen.
Bei der rheumatidenArthrihitis kommt es zu einer Besserung der Morgensteifheit.
Bei älteren Personen kann die Beeinträchtigung der Denkleistung verzögert werden und das Risiko an Demenz zu erkranken vermindert werden. Aber auch bei jugendlichen mit ADHS wurde ein zu niedriger Omega 3 Fettsäurespiegel festgestellt und wird hier ergänzend in der Therapie verwendt.

Verwendung
Auf Grund des hohen Anteils an Omega 3 Fettsäuren wirkt es sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und auf das Immunsystem.Weiters findet es Anwendung bei Depressionen, bei Hyperaktivität bei Kindern (ADHS) und während der Wechseljahre.
Die Darmflora profitiert vor allem von den Schleimstoffen die im Leinöl enthalten sind.
Als Hausmittel wurde es schon immer bei Husten und Heiserkeit eingesetzt.
Leinöl sollte aber am besten nicht erhitzt werden sondern als Salatöl oder in Salatdressings verarbeitet werdet werden. Auch kann es in Topfen mit verarbeitet werden und über Erdäpfel gegeben oder als Vitaminbombe im Winter über einen Obstsalat geträufelt werden.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 1. März 2017 sprach Mag. Dr. Angelika Borger von der Heilandapotheke in Wr. Neustadt über Fasten: Frühjahrsputz außen & innen

Entschlacken, Reinigen, Entgiften
Wer dem eigenen Körper etwas Gutes tun möchte sollte, sollte von Zeit zu Zeit entschlacken und entgiften. Im Laufe der Zeit sammeln sich in unserem Körper Gifte aus der Umwelt und dem Essen an, zudem lässt sich durch das Entschlacken auch gleich überflüssiges Gewicht wegspülen. Unsere Wohnung bringen wir durch den Frühjahrsputz auf Vordermann, warum den Körper nicht auch?

Reinigung und Entgiftung mit Tees
Altlasten im Körper können mit Entschlackungskuren entfernt werden. Am besten unterstützt man diese mit Tees. Das Gewicht wirdreduziert, der Organismus entschlackt und gereinigt. Eine Anregung der körpereigenen Abwehrkräfte sowie die Stärkung des Immunsystems sind die Folge.
Die Hauptarbeit leistet die Niere und dafür benötigt sie viel Flüssigkeit.Sinnvollerweise sollten sie mindestens drei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen. Trinken sie 5 – 6 Tassen Kräutertee und zumindest zwei Liter Mineralwasser. Achten sie auf eine hohe Qualität der eingesetzten Produkte. Süßen mit jeder Art von Zucker oder chemischen Süßstoffen sollte unterbleiben. Alkohol, Kaffee oder gezuckerte Limonaden sind kontraproduktiv. Durch eine Kombination verschiedener Aufgüssekann die geschmackliche Vielfalt optimiert und der Durchhaltewillen gesteigert werden.
Kräuter, die sich zum Entgiften und Entschlacken eigen, wären zum Beispiel die Brennessel, der Löwenzahn oder die Gundelrebe. Auch Salbei, Kümmel, Pfefferminze sorgen für eine Reinigung des Körpers. Anregende Tees wie Grüner Tee oder Schwarzer Tee sollten gemieden werden. Grüner Tee greift in den Blutdruck ein, was besonders bei Menschen mit Bluthochdruck problematisch werden könnte und Schwarzer Tee wirkt leicht stopfend, was dem regelmäßigen Darmentleerungsprozess und dem Entschlacken während einer Fastenkur widerspricht.
Die Brennessel zählt sicherlich zu den bekanntesten aller blutreinigenden Pflanzen. Sie beseitigt Gifte und Stoffwechselendprodukte, indem sie die Nierenfunktion anregt und somit diese Schadstoffe ausgeschieden werden können. Die Pflanze wirkt reinigend und regenerierend auf den Verdauungsapparat, gleichzeitig werden die Abwehrmechanismen des Körpers aktiviert. Als Zutat in Suppen, Gemüsegerichten oder Smoothies schmeckt sie köstlich.
Der Löwenzahn gilt als Blut- und Nierenreiniger der Extraklasse, verbessert gleichzeitig die Leber- und Gallenfunktion, unterstützt die Verdauungstätigkeit und stärkt den gesamten Organismus. Die Entgiftungsfunktion der Leber wird angekurbelt.
Die Gundelrebe wirkt entgiftend, regt die Verdauungssäfte an und stärkt das Herz.
Der Schachtelhalm, früher auch gerne Zinnkraut genannt, fördert einerseits die Nierenfunktion und unterstützt deren Ausscheidungsleistung, andererseits wirken die in der Pflanze enthaltenen mineralischen Bestandteile reinigend, klärend und elastizitätssteigernd auf die Haut.
Entschlacken
Bei einer Basischen Kost wird der körpereigene Säure-Basen-Haushalt in seinem Gleichgewicht wiederhergestellt. Die meisten Menschen ernähren sich meist mit vordergründig säurebildenden Lebensmitteln. Der dadurch entstehende Überschuss an Säure kann vom Körper jedoch nicht schnell genug ausgeschieden werden. Er lagert sich im Bindegewebe ab –Startschuss für eine Reihe chronischer Erkrankungen wie z. B. Rheuma oder Arthrose. Daher gilt es eine Zeit lang (ein bis zwei Wochen) auf Kaffee, Alkohol, Fleisch, Fast Food und Süßigkeiten zu verzichten. Frisches Obst, Gemüse und Gemüse hingegen sollten auf dem Speiseplan stehen, einerseits um der Säuredominanz entgegenzuwirken und andererseits um die Verdauung in Schwung zu bringen.Eine basenreiche Ernährung eignet sich auch hervorragend zu Stressabbau.
Wenn säurebezogene Beschwerden wie Sodbrennen oder Magendruck überhandnehmen, können zusätzlich Basenpulver eingenommen werden. Beliebte Mischungen enthalten Natriumhydrogencarbonat, Magnesiumcitrat, Calciumcarbonat, Kaliumcitrat, Kaliumhydrogencarbonat und Natriumphosphat. Wem der Geschmack solcher Basenmischungen nicht zusagt, kann auf entsprechende Tabletten zurückgreifen. Mit Hilfe von Teststreifen kann der PH Wert des Harns überprüft werden. Zeigt die Messung des Morgenharns einen Wert unter 7 an, ist die Einnahme von Basenpulver sinnvoll. Säuren, die sich über die Jahre in der Haut und den Hautporen angesammelt haben, können durch sogenannte Basenbäder (Mineralstoffe, Salze, Basen) ausgeleitet werden. Um eine optimale Basenbadwirkung erzielen zu können, empfiehlt es sich die Haut im Vorfeld gründlich zu reinigen und während bzw. nach dem Bad keine konventionellen Körperpflegeprodukte anzuwenden, sowie den PH Wert des Bades auf 8,5 einzustellen.
Zeolith, eine feinvermahlene Mineralerde, bindet wie ein Schwamm Giftstoffe an sich, die in weiterer Folge ausgeschieden werden können. Gleichzeitig werden die in dieser Mineralerde enthaltenen Mineralstoffe, vor allem Silizium, an den Körper abgegeben. Die Bewegung der Darmmuskulatur wird angeregt und die Verdauung erleichtert. Zeolith sollte über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen zweimal täglich eingenommen werden (morgens nüchtern und abends um die nächtliche Entgiftung zu unterstützen).
Heilerdepräparate, innerlich eingenommen, binden Schadstoffe und Umweltgifte und helfen diese aus dem Körper auszuleiten. Bei einem äußerlichen Auftragen einer Paste bildet sich beim Trocknen eine Sogwirkung, die Entgiftung erfolgt über die Poren der Haut, die Durchblutung der Haut wird verbessert.
Neben einer entsprechenden Ernährungsumstellung schwören viele Personen auf eine völlige Entleerung des Darmes durch Einläufe. Um den Darm in weiterer Folge optimal aufzubauen rate ich dringend im Anschluss daran nützliche Darmbakterien einzunehmen und so die natürliche Darmflora wiederherzustellen.
Da die Leber unser Entgiftungsorgan Nummer eins ist, darf die Mariendistel als die Leberschutzpflanze schlechthin bezeichnet werden. Sie wird vor allem eingesetzt um den Entgiftungsmechanismus des Körpers wieder auf Vordermann zu bringen. Um eine entsprechend sinnvolle Dosierung zu erreichen empfiehlt es sich zu Fertigpräparaten in Form von festen Arzneiformen zu greifen.

Abnehmen
Wer langfristig erfolgreich abnehmen möchte, kommt um eine Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten nicht herum. Die Ernährung sollte reich an Obst, Gemüse und komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sein und zugleich wenig Fett enthalten. Durch sportliche Betätigung kann der Energieverbrauch gesteigert werden.
Der Körper hat einen täglichen Grundbedarf an Kalorien. Während einer Diät gewöhnt sich der Körper rasch an eine niedrigere Energiezufuhr und schraubt seinen Grundbedarf herunter. Isst man jedoch nach der Diät genauso viel wie vorher, verbrennt der Körper weniger Kalorien und der unerwünschte Jo-Jo Effekt zeigt sich schnell.
In der Apotheke werden Präparate angeboten, die den Start und das Durchhalten beim Abspecken erleichtern können. Manche Produkte enthalten Quellstoffe, die den Magen füllen ohne Kalorien zuzuführen. Sie saugen sich im Magen mit Flüssigkeit wie ein Schwamm auf und täuschen einen gefüllten, satten Magen vor. Ganz wichtig ist bei diesen Produkten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, weil sonst ein gefährlicher Darmverschluss die Folge sein könnte. Je mehr man trinkt, desto mehr Flüssigkeit füllt den Magen und desto weniger Hungergefühl kann aufkommen. Die Wirkung dieser Quellstoffe ist rein physikalischer Natur, sie werden vom Körper nicht aufgenommen und auch wieder unverändert ausgeschieden. 
Chitosan, ein Abbauprodukt von Chitin, dem Panzer von Insekten und Krebstieren, zählt zu den Ballaststoffen und quillt ebenfalls mit der Magensäure auf und sorgt für ein Sättigungsgefühl. Es zeigt jedoch auch die Fähigkeit mit den Nahrungsfetten einen unlösbaren Komplex zu bilden, der so groß ist, dass er vom Körper nicht aufgenommen werden kann und unverdaut den Körper verlässt.
Orlistat, ein rezeptpflichtiger Wirkstoff, blockiert im Magen und Dünndarm bestimmte Enzyme, die normalerweise die mit der Nahrung aufgenommenen Fette spalten. Ungespalten können diese jedoch nicht von unserem Körper aufgenommen werden, wir scheiden sie unverändert aus. Somit entsteht ein zusätzliches Kaloriendefizit. Patienten, die Produkte mit diesem Wirkstoff verschrieben bekommen, müssen jedoch auf eine fettarme Nahrung achten, anderenfalls kommt es zu massiven Durchfällen. Da Produkte mit diesem Wirkstoff die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K vermindern, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet und gegebenenfalls ein entsprechendes Vitaminpräparat eingenommen werden.
Hochwertige Eiweißprodukte, zumeist in Form von Shakes,werden gerne zur Unterstützung Gewicht zu verlieren, eingenommen. Die eine oder andere Mahlzeit, bevorzugt jene am Abend (kohlenhydratreiche Mahlzeiten am Abend sind Energiespender, Energie benötigt der Mensch jedoch vor allem am Morgen, daher am Abend zu proteinreichen Mahlzeiten greifen), kann durch einen Shake ersetzt werden.Eiweiß hält den Insulinspiegel konstant auf einem Level, wir sind länger satt, Heißhungerattacken werden vermieden. Wenn genügen Eiweiß im Körper vorhanden ist braucht der Organismus im Notfall nicht auf Reserven in der Muskelmasse zurückgreifen, das verhindert den gefürchteten JoJo Effekt.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 22. Februar 2017 sprach Mag. Diana Antauer aus St.Pölten über ATEMWEGE GESUND HALTEN

Erst im Krankheitsfall wird uns bewusst, was für uns selbstverständlich ist. Ob nun Husten, Bronchitis, Asthma oder Schnupfen, jedes dieser Leiden sollte rasch behandelt werden. Für unser tägliches Wohlbefinden sind gesunde Atemwege wichtig. Funktioniert unsere Lunge nicht richtig, wirkt sich das auf unseren gesamten Organismus aus. Durch das Atmen tankt unser Körper Sauerstoff, mehr als 10.000 l Luft am Tag und gibt uns Kraft.

ASTHMA
Ist eine chronische Erkrankung, bei der sich die Bronchien und Lungenbläschen entzünden und verengen. Die Folge ist Atemnot und PatientInnen sind auf kortisonhältigen Spray angewiesen. Dieser wirkt abschwellend und reduziert den Schleim. Auslösende Faktoren können sein: Haustiere (v.a. Katze), Rauch, Teppiche, etc.

AKUTE BRONCHITIS
Ist eine sich rasch entwickelnde, kurzfristige Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien. Eine Bronchitis wird zu 90% durch Viren hervorgerufen. Befallen sind die Bronchien und die Luftröhre.

COPD: Chronic obstructive pulmonary disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung
Ist eine nicht heilbare Erkrankung. Das Lungengewebe wird durch das Rauchen geschädigt. Die häufigsten Anzeichnen für COPD sind Atemnot, Anstrengung beim Atmen, vermehrte Schleimproduktion, vermehrter Bedarf an Atemluft, chronischer Husten. Diese Symptome können sich bei körperlicher Anstrengung verschlechtern. 
COPD wird im Laufe der Zeit immer stärker und kann sogar bis zum Tod führen. Die häufigste Ursache dafür ist 
- RAUCHEN (v.a. Personen über 40 Jahre betroffen)
- Kontakt mit Feinstaub
- Luftverschmutzung

Einziger Weg, um COPD den Kampf anzusagen ist, RAUCHFREI zu leben. Nicht nur die Atemwege profitieren, sondern man fühlt sich allgemein fitter und aktiver. Die Organe regenerieren sich schon nach kurzer Zeit.

Um eine BRONCHITIS zu behandeln, stehen uns eine Reihe bewährter Hausmittel zur Verfügung:

  • Pflanzliche HUSTENSÄFTE wie Thymian, Efeu, Spitzwegerich, 4 - 5 x täglich einzunehmen.
  • TEE: ratsam, mehrere Tassen über den Tag verteilt zu trinken. Mischungen mit Spitzwegerich, Thymian, Eibisch und Königskerze sind geeignet.
  • INHALATION: mit Kräutern oder ätherischen Ölen z.B. Thymian, Fichtennadeln, Eukalyptus, Kamille. Dadurch werden die Atemwege befeuchtet, die Symptome gelindert und wirkt befreiend. Dazu wird Wasser in einem Topf aufgekocht, 2-3 EL getrocknete Kräuter (Kamille, Thymian, Minze) oder ein paar Tropfen ätherisches Öl zugefügt und langsam, tief und gleichmäßig der Dampf eingeatmet. Ein Handtuch über den Kopf und Topf verstärkt die Wirkung. 
    Achtung: NICHT geeignet für Säuglinge, Kinder und Asthmapatienten!
  • ROTLICHT oder SAUNAgänge sind bei chronischer Bronchitis geeignet - NICHT bei akuten Infekten, da sich sonst die Symptome verschlimmern können.
  • BRUSTEINREIBUNGEN (mit Menthol): durch den Geruch kann man leichter atmen, im Idealfall vor dem Schlafengehen auftragen. 
    Achtung: Darf nicht bei Kleinkindern, PatientInnen mit Bronchialasthma oder anderen Atemwegserkrankungen oder bei Überempfindlichkeit eines Bestandteiles angewendet werden! 
    Schleimbildende Lebensmittel wie Milchprodukte, zuckerhältige oder stark frittierte Speisen, Alkohol und Koffein sollten bei einer Bronchitis vermieden werden.

Bei SCHNUPFEN sind bewährte Hausmittel:

  • NASENSPÜLUNG oder NASENDUSCHE mit einem Spezialsalz. Zur Nasenpflege, bei trockener Nase; als schnelle Hilfe bei Allergien; um die Nase von täglichen Belastungen wie Staub und Schmutz zu befreien. Gut zur Vorbeugung und bei akuten Beschwerden.
  • INHALATION: mit Kochsalz, Kamille (wirkt beruhigend auf die Schleimhäute), ätherische Öle (z.B. Pfefferminze)
  • NASENSPRAY mit Kochsalz oder Meersalz
  • RAUMLUFTBEFEUCHTER können bei trockener Heizungsluft helfen 

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 15. Februar 2017 sprach Mag. Irina Schwabegger aus Gmünd über Verbesserung der Osteoporose-Therapie durch richtige Medikamenteneinnahme

Laut Weltgesundheitsorganisation gilt Osteoporose als eine der 10 häufigsten Erkrankungen weltweit – allein in Österreich leiden ungefähr 600.000 Menschen daran. Und doch wird sie nicht immer ernst genug genommen, da viele Betroffene sie als unvermeidlich und altersbedingt normal hinnehmen. Auch das hohe Sturzrisiko und die damit verbundene Gefahr einer Fraktur ist so manchem Osteoporosepatienten nicht wirklich bewusst – jedoch bedeutet ein Knochenbruch – meist ein Oberschenkelhals oder Unterarmknochen - nicht selten langwierige Krankenhaus- und Rehabilitationsaufenthalte bzw. mündet nicht selten in einer Pflegebedürftigkeit. Eine gute Aufklärung über Risikofaktoren, die Wichtigkeit der Therapietreue sowie einfache Tipps und Maßnahmen für eine gesunde Lebensführung können maßgeblich dazu beitragen, gesund, beweglich und vor allem selbstbestimmt bis ins hohe Alter leben zu können.

Osteoporosemedikamente richtig einnehmen
Wer Osteoporosemedikamente einnehmen muss, tut dies mit dem Ziel, Knochenbrüchen vorzubeugen. Eine wichtige Gruppe stellt die der Knochenabbauhemmenden Medikamente dar:
Derartige Wirkstoffe hemmen den Knochenabbau und erhöhen so die Knochendichte. Dazu zählen u.a. die sogenannten Bisphosphonate, werden in der Regel einmal pro Woche eingenommen.
Hier ist es wichtig, den für den Patienten optimalsten Tag zu wählen, damit er die Einnahme regelmäßig ohne Zeitdruck und verlässlich durchführen kann. Ist ein Wechsel von einem vorgegebenen Wochentag (z.B. durch das Krankenhaus) auf einen anderen notwendig, so kann dies in Absprache mit Arzt oder Apotheker problemlos erfolgen. Besonders hilfreich sind auch Erinnerungsfunktionen wie Notizen am Kalender oder auch Smartphone-Apps, welche an die Medikamenteneinnahme erinnern.
Damit die Bisphosphonateoptimal wirken können:
• müssen die Tabletten auf leeren Magen (mindestens 6 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme) mit einem großen Glas Leitungswasser (250ml) in einem Stück geschluckt werden.
• Je nach Präparat muss danach ein zeitlicher Abstand zum Frühstück eingehalten werden (30min bis zu 2 Stunden).
• Welche Zeitspanne für ihr Arzneimittel richtig ist, erfahren Sie in der Apotheke.
• In dieser Zeit darf nichts anders getrunken werden als Wasser, besonders keinen Kaffee, Saft oder Milch. Nach der Einnahme soll für mind. 30min eine aufrechte Körperhaltung eingenommen werden.
• Auf calciumreiche Speisen zum Frühstück wie Käse, Joghurt oder Milch sollte an diesem Tag verzichtet werden.
• Die Vitamin D/Calciumtablette bzw. auch andere Vitaminpräparate sowie magensäurebindende Medikamente dürfen erst nach einem 2stündigen Abstand eingenommen werden.

Neben den „Stolperfallen im Haushalt“, welche es zu entfernen gilt, gibt es aber auch medikamentöse „Stolperfallen“ wie beruhigend wirkende Medikamente oder Schlafmittel, welche auch über ihre gewünschte Wirkdauer hinaus Schwindel oder Benommenheit auslösen und so die Gefahr eines Sturzes erhöhen.
Im gemeinsamen Arztgespräch sollte der Nutzen der Einnahme derartiger Medikamente besprochen werden.
Bluthochdruckpatienten sollten ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren, um Blutdruckabfällen und damit verbundenen Schwindelanfällen entgegenwirken zu können.
Auch die – oft notwendigen – starken Schmerzmittel, welche bei osteoporosebedingten Knochenschmerzen eingesetzt werden, können vor allem zu Beginn oder bei einer Dosiserhöhung zu verlängerten Reaktionszeiten und Tagesmüdigkeit führen.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 8. Februar 2017 sprach Mag. pharm. Gert Dieterich, MSc, aus Wilhelmsburg über Aminosäuren und Wintersport

Was sind Aminosäuren?
Aminosäuren sind organische Verbindungen, die in allen Organismen vorkommen. Aminosäuren sind die Grundbaustoffe der Proteine (Eiweiß), also des Muskelgewebes. Die essentiellen Aminosäuren kann der menschliche Organismus nicht selber herstellen, aber er braucht diese zum Proteinaufbau. Für Menschen sind Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin essentielle Aminosäuren. Andere Aminosäuren kann der Organismus selber synthetisieren.

In welcher Form können Menschen diese essentiellen Aminosäuren aufnehmen?
Diese Aminosäuren kann der Mensch nur über die Nahrung – tierisch oder pflanzlich – zu sich nehmen. Auch mit vegetarischer und veganer Ernährung kann der Bedarf gedeckt werden. Allerdings muss sich ein Vegetarier und Veganer gezielter ernähren.

Welche Funktionen haben Aminosäuren noch?
Die Aminosäuren werden im Körper abgebaut. Die Abbauprodukte erfüllen wichtige Funktionen als Hormone, Co-Enzyme, Vitamine, Phospholipide und Neurotransmitter. Sie spielen also eine wichtige Rolle bei sämtlichen Stoffwechselprozessen, sowie für die Nervenfunktion und für das Immunsystem.

Warum sind Aminosäuren beim (Winter-)sport wichtig?
Aus den gerade genannten Gründen. Wenn die Stoffwechselprozesse besser funktionieren, wird man leistungsfähiger und regeneriert schneller. Muskelkater, das sind Mikroverletzungen im Muskelgewebe, kann rascher abheilen. Durch eine verbesserte Nervenfunktion wird man reaktionsschneller und die Koordination wird verbessert.Durch ein gestärktes Immunsystem wird die Infektanfälligkeit vermindert.

Welche Aminosäuren sind das nun, die der Wintersportler benötigt?
L-Argininzählt zu den semi-essentiellen, proteinogenenAminosäuren. „Semi-essentiell“ bedeutet: es kann nicht nur über die Nahrung aufgenommen werden, sondern auch vom Körper aus anderen Aminosäuren und Vitaminen gebildet werden. Insbesondere in Krankheitssituationen oder bei Stress bzw. Sport ist der Körper aber auf Nahrungszufuhr von Arginin angewiesen. „Proteinogen“ bedeutet: aus L-Arginin werden nicht nur Enzyme und Neurotransmitter gebildet, sondern auch Körpergewebe wie Haut, Haare oder Muskeln. 
Aus Arginin kann im Organismus Stickstoffmonoxyd gebildet werden. Stickstoffmonoxid erweitert die Blutgefäße und fördert dadurch die Durchblutung des Muskelgewebes.
Weiters fördert Arginin das Immunsystem, die Regulierung des Blutzuckerspiegels und fördert den Muskelaufbau.
Arginin kommt im Hühner- und Schweinefleisch vor, sowie in Erdnüssen, Pinienkernen, Walnüssen, Weizenkeime, Haselnüssen, Garnelen und Haferflocken. Beim Kochen nimmt der Arginingehaltallerdingsab.

BCAA ist die Abkürzung für das englische „branchedchainaminoacids„, zu deutsch verzweigtkettigeAminosäuren. Dazu zählen die drei essentiellen Aminosäuren
• Leucin,
• Valin und
• Isoleucin.
BCAA sind besonders bekannt aus dem Krafttraining und zur Förderung des Muskelaufbaus und der Muskelfunktion. Sie können nicht über eine körpereigene Synthese erzeugt werden und müssen dem Organismus daher über proteinhaltige Lebensmittel zugeführt werden (daher essentielle Aminosäuren). BCAAs erfüllen im menschlichen Stoffwechsel zahlreiche lebensnotwendige Funktionen.
Diese Aminosäuren kommen hauptsächlich im Rindfleisch, im Lachs, in Hühnereiern und im Weizen vor.

L-Carnitinist eine Aminosäure die zur optimalen Fettverbrennung und Energiegewinnung in den Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) dient. Dadurch kommt es nicht nur zu einer Leitungssteigerung beim Sport, sondern auch zu einer verbesserten Regeneration.Carnitin fördert den Fettstoffwechsel, ist daher im Ausdauersport wichtig und verbessert die Erfolge bei Diäten zur Gewichtsreduktion.
Natürliches Vorkommen von Carnitin sind Rind- und Lammfleisch. In pflanzlichen Nahrungsmitteln kommt Carnitin nur in geringer Menge vor.

Alle diese genannten Aminosäuren können zu einer Verbesserten sportlichen Leistungsfähigkeit beitragen, sowie die Regeneration fördern.

Gibt es noch andere Aminosäuren für den Wintersport?
L-Lysin ist ebenfalle eine essentielle Aminosäure und steuert die Funktion des Immunsystems, das beim Wintersportler sehr strapaziert wird. Bei einem Lysinmangel steigt die Infektanfälligkeitfür Infektionskrankheiten und es kommt zum Ausbruch von Fieberblasen (Herpes-Viren).
Empfohlen wird auch Lysin mit den Antioxidantien Vitamin C und Zink zu kombinieren.
Lysin kann zu einer Verminderung der Blutgerinnung beitragen. Daher sollte es bei einer Schwangerschaft oder bevorstehenden Operation nicht eingenommen werden.

Wenns beim Wintersport mal zwickt und schmerzt! Kann auch da eine Aminosäure helfen?
Da helfen die Aminosäuren Uridinund Cytidin. Und noch besser, wenn sie mit Folsäure und Vitamin B12 kombiniert werden. Diese Aminosäuren sind natürliche Bausteine der Nervenzellen und können sportlich bedingte Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule (Rückenschmerzen, Neuralgien, Hexenschuss, Nervenschemerzen,...) lindern, bzw. den Heilungsverlauf beschleunigen. Ebenso kann die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessert werden.

Neben einer gezielten und ausgewogenen Ernährung, wie kann man noch einem Aminosäuremangel vorbeugen?
Alle essentiellen Aminosäuren – und es gibt noch einige mehr als die aufgezählten – sind in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Welches dieser Präparate für Sie das geeignete ist, erfahren Sie am Besten in Ihrer Apotheke.

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In der Sendung Radio NÖ am Vormittag am 1. Februar 2017 sprach Mag. Andreas Gentzsch aus St. Pölten über Eisenmangel

Blässe, rasches Ermatten, und Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Nervosität und Herzrasen - die Symptome für einen Eisenmangel sind vielfältig. Trotzdem wird ein Mangel dieses lebenswichtigen Spurenelements oft nicht erkannt. Eisen ist für fast alle Lebewesen ein lebensnotwendiges Spurenelement, sowohl für Pflanzen und Tiere als auch für den Menschen. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Blutes, insbesondere des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Außerdem ist Eisen wichtig für den Aufbau von Enzymen und Proteinen die für die Aktivierung und den Transport von Sauerstoff im Blut zuständig sind.

Wie äußert sich Eisenmangel?
Eisenmangel ist in entwickelten Ländern die häufigste Mangelerkrankung. In Europa leiden fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung an Eisenmangel, bei jungen Frauen sogar etwa 20 Prozent, was unter anderem mit dem vermehrten Blutverlust während der Menstruationsblutung zu tun hat. Zu den möglichen Symptomen gehören Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit, brüchige Nägel und Probleme mit Haut und Schleimhäuten (Mundecken, Zungenbrennen), Haarausfall, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Kälteempfindlichkeit. Auch das sogenannte „Restless-Legs-Syndrom“ kann auf einen Eisenmangel zurückzuführen sein!

Wie wird Eisenmangel begegnet?
Eisen lässt sich relativ leicht über eine entsprechende Ernährung zuführen: Soja, Leber (Kalb, Rind), Linsen, weiße Bohnen, Haferflocken und Roggen enthalten relativ viel Eisen. Die wegen ihrer roten Farbe oft empfohlenen roten Rüben oder auch Rotkraut haben leider nur einen relativ geringen Eisengehalt. Es gibt auch Nahrungsmittel, die die Aufnahme von Eisen behindern. Dazu zählen vor allem Gerbstoffe, die in Kaffee, Schwarz- und Grüntee, sowie in Rotwein enthalten sind. Auch Milchprodukte und andere Calciumhaltige Nahrungsmittel, sowie Backwaren aus Weißmehl sollten nicht zu einer eisenhaltigen Nahrung konsumiert werden, da auch in diesem Fall die Aufnahme stark beeinträchtigt wird. Besser ist statt dessen frisches Obst oder Gemüsesäfte, da die gleichzeitige Einnahme von Eisen und Vitamin C die Resorption deutlich verbessert.

Wenn die Eisenzufuhr über die Ernährung nicht ausreicht, können Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe schaffen, sagt. Eine gute natürliche Eisenquelle, die noch dazu gut verträglich ist, ist der Extrakt aus dem Curryblatt. Dieser ist für Kinder auch in Tropfenform oder als fruchtiger Saft erhältlich. Erwachsene greifen eher zu Kapseln oder Tabletten mit chemisch gebundenem Eisen.

Eisen-Präparate sollten mindesten eine halbe Stunde vor, oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit einzunehmen. Und weil Eisen bei Kontakt mit den Magenschleimhäuten eine reizende Wirkung haben kann, sollten Tabletten immer im Sitzen oder Stehen mit einem Glas Wasser eingenommen werden.
Um eine Überdosierung zu vermeiden, wird die Kontrolle durch ein Blutbild empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen können grundsätzlich immer eingenommen werden, da sie geringer dosiert sind.

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„Radio Niederösterreich am Vormittag“ bringt jeden Mittwoch Rat und Tipps aus der Apotheke! Die Radio-ApothekerInnen werden von Mag. Ulrike Zöchling, Hippolyt Apotheke St.Pölten, koordiniert